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Zwischenprognose: leichte Rezession mit Anzeichen für Stabilisierung - 23/02/2012

Hände mit Fernglas auf einem Tisch mit Balkendiagramm © istock/RBFried

Die Wirtschaft der EU soll 2012 stagnieren, während im Euroraum eine leichte Rezession Einzug hält. Für die zweite Jahreshälfte wird hingegen ein leichter Anstieg des Wachstums vorausgesagt.

Die neueste Zwischenprognose English der Europäischen Kommission wurde am 23. Februar vorgestellt und deutet auf eine Stagnation der Wirtschaft in der EU insgesamt und eine leichte Rezession im Euroraum hin. Für die zweite Jahreshälfte wird jedoch ein leichter Wiederanstieg des Wachstums vorausgesagt.

In der gesamten EU soll das BIP 2012 unverändert bleiben, im Euroraum jedoch um 0,3 % zurückgehen. In 17 EU-Ländern ist Wachstum zu erwarten, andere werden von der andauernden Instabilität der Märkte, Bedenken hinsichtlich der Haushaltsdefizite und sinkenden Exportzahlen gebremst. Aus diesen Gründen dürfte das BIP in einem Land stagnieren und in neun anderen ins Negative abgleiten.

Inflation

Aufgrund der hohen Energiepreise und des Anstiegs der indirekten Steuern ist die Inflation weiterhin höher als erwartet. Für 2012 wird eine Inflationsrate von 2,3 % für die EU insgesamt und von 2,1 % für den Euroraum prognostiziert.

Aussichten für die Inlands- und Auslandsnachfrage

Die wirtschaftlichen Aussichten werden von einer geschwächten globalen Wirtschaftslage bestimmt und die weltweit weiterhin schwache Nachfrage wirkt sich negativ auf die europäischen Nettoexporte aus. Das Vertrauen von Unternehmen und Verbrauchern ist weiterhin gering, doch wurde eine leichte Verbesserung aufgrund der Anzeichen einer Stabilisierung des Finanzsektors bemerkt.

Auch dürften die Kreditraten im Prognosezeitraum keine negativen Auswirkungen auf Investitionen und Verbrauch haben, da die Nachfrage gering ist. Insgesamt werden für die zweite Jahreshälfte 2012 eine verhaltene Rückkehr des Vertrauens sowie eine allmähliche Erholung von Investitionen und Verbrauch vorausgesagt.

Kontext

Mit dieser erweiterten Zwischenprognose werden die Aussichten für alle EU-Länder aktualisiert. Normalerweise werden in den Zwischenprognosen (Februar und September) lediglich die Entwicklungen für die größten EU-Wirtschaften überarbeitet. Vollständige Prognosen (Frühjahr und Herbst) umfassen Wachstum, Inflation, Beschäftigung und öffentliche Haushalte aller EU-Länder und einiger Nicht-EU-Länder. Die kommende Frühjahrsprognose wird am 11. Mai 2012 veröffentlicht.

Mehr zur Winter-Zwischenprognose 2012 English

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