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Im Zuge der laufenden Finanzmarktreformen will die EU die Ratingagenturen strenger beaufsichtigen.
Seit Beginn der Wirtschaftskrise hat die EU Reformen zur Verbesserung der Regulierung ihrer Finanzmärkte und zum Schutz ihrer Investoren eingeführt.
So wurde die Aufsicht über die Ratingagenturen verschärft, um mögliche Interessenkonflikte zu begrenzen, die Agenturen stärker in die Verantwortung zu nehmen und Investoren besser zu informieren. Die Aufsicht führt jetzt die neue Europäische Wertpapieraufsichtsbehörde
(ESMA), die Strafen bei Verstoß gegen die Vorschriften auferlegen kann.
Strengere Vorschriften sind nötig
Die laufende Schuldenkrise des Euroraums hat jedoch Bereiche offen gelegt, in denen noch mehr Aufsicht erforderlich ist. Daher schlägt die Kommission neue Maßnahmen vor, die zur Stabilisierung der Finanzmärkte und zur Information der Investoren über Kreditrisiken beitragen sollen.
„Rating“ ist eine Bewertung der Kreditwürdigkeit – etwa des Risikos einer Investition in Schuldverschreibungen eines bestimmten Unternehmens oder Landes. Es kann sich enorm auswirken: Wird das Rating eines Landes gesenkt, dann können die Zinssätze steigen, wodurch es für dieses Land teurer wird, Geld zu leihen.
Mit den vorgeschlagenen Maßnahmen würden
Die Vorschläge müssen jetzt noch von den Regierungen der EU-Länder und vom Europäischen Parlament genehmigt werden. Das Gesetz dürfte Ende des kommenden Jahres in Kraft treten.