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Zwischenprognose: Aufschwung kommt zum Erliegen - 19/09/2011

Hände, die ein Fernglas auf einem Tisch mit einem Säulendiagramm halten © istock/RBFried

Aufgrund der Staatsschuldenkrise und der Turbulenzen an den Finanzmärkten wird das Wachstum in der EU bis zum Jahresende voraussichtlich nahezu zum Erliegen kommen.

Laut der aktuellen Prognose English der Kommission schwächt sich das Wirtschaftswachstum in der EU und dem Euroraum in der zweiten Jahreshälfte ab.

So wird für das dritte und vierte Quartal für die EU insgesamt ein BIP-Wirtschaftswachstum von nur 0,2 % vorausgesagt, während für den Euroraum im dritten und vierten Quartal 0,2 % bzw. 0,1 % erwartet werden. Dies geht aus der Prognose für die sieben größten EU-Länder hervor.

Dabei spielen verschiedene Faktoren wie das Nachgeben des Welthandels, das zu einer Schwächung der EU-Exporte geführt hat, und die nachlassende Inlandsnachfrage eine Rolle.

Die weiterhin problematische Lage an den Finanzmärkten und die Schuldenkrise in einigen Ländern des Euroraums haben darüber hinaus das Vertrauen geschwächt, was zu steigenden Investitionskosten für Unternehmen führt.

Die Verunsicherung der Märkte und Sorgen angesichts der Schuldenkrise werden das Wachstum in der EU voraussichtlich stärker und länger beeinträchtigen als noch in der Frühjahrsprognose der Kommission vorausgesagt.

Allmählich nachlassende Inflation

Die Inflation soll sich aufgrund niedrigerer Rohstoffpreise, einer nachlassenden globalen Nachfrage und gemäßigten Lohnerhöhungen allmählich abschwächen, jedoch bis Ende 2011 anhaltend über 2 % liegen.

Wachstum im Jahresdurchschnitt

Aufgrund des kräftigen Wachstums im ersten Quartal 2011 soll das BIP-Wachstum im Jahresdurchschnitt nach wie vor bei 1,7 % für die EU insgesamt und bei 1,6 % für den Euroraum liegen.

Die Kommission veröffentlicht ihre Wirtschaftsprognosen vier Mal pro Jahr. Die umfassenden Frühjahrs- und Herbstprognosen beziehen sich auf Wachstum, Inflation, Beschäftigung, öffentliche Haushaltsdefizite und Schulden für alle EU-Mitgliedstaaten und mehrere Nicht-EU-Länder.

Die weniger umfangreichen Zwischenprognosen werden für gewöhnlich im Februar und September veröffentlicht, betreffen die Entwicklungen seit der vorangegangenen Prognose und werden lediglich für die größten Volkswirtschaften erstellt.

Die nächste, längerfristigere Prognose für alle EU-Länder wird im November veröffentlicht.

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