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Europas Wirtschaft erholt sich zaghaft - 05/05/2010

Geschäftsmann bei der Zeitungslektüre ©EU

Das Wachstum des BIP dürfte in der EU allmählich Fahrt aufnehmen, die Erholung der Wirtschaft jedoch langsamer voranschreiten als nach früheren Krisen.

Die Rezession endete im dritten Quartal 2009 - im Wesentlichen dank steuerlicher und währungspolitischer Wirtschaftsanreize. In ihrer jüngsten Wirtschaftsprognose spricht die EU jedoch auch von zeitlich begrenzten Faktoren.

2010 wird die EU-Wirtschaft voraussichtlich um 1 % wachsen English - ¼ Prozentpunkt mehr als die Kommission noch im letzten Herbst vorhergesagt hatte. Das Wachstum liegt teilweise in der stärkeren Weltwirtschaft begründet. Für 2011 wird mit einem BIP-Wachstum von 1¾ % gerechnet.

Die Geschwindigkeit der Erholung in den einzelnen EU-Ländern wird sich jedoch abhängig von der Lage im jeweiligen Land und seiner Politik zunehmend unterscheiden.

Während der Rezession war die Arbeitslosigkeit stark angestiegen, auch wenn die Situation nicht so dramatisch war wie im letzten Herbst anfänglich befürchtet. Für dieses Jahr wird davon ausgegangen, dass sich die Arbeitslosigkeit in der EU bei 10 % einpendelt.

Auch die öffentlichen Finanzen wurden von der Krise schwer getroffen. Während die nationalen Haushaltsdefizite mit 7¼ % des BIP wohl dieses Jahr ihren Höhepunkt erreichen, wird das Verhältnis von öffentlichen Schulden zum BIP voraussichtlich weiter steigen.

Die Inflation ist verglichen mit den sehr niedrigen Werten von 2009 ein wenig gestiegen, doch die Konjunkturflaute dürfte den Anstieg von Löhnen und Preisen bremsen. Dieses Jahr wird die Inflation in der EU voraussichtlich 1¾ % und in der Eurozone 1½ % erreichen.

Wie die jüngsten Spannungen auf den Märkten für Staatsanleihen gezeigt haben, ist die Erholung der europäischen Wirtschaft jedoch immer noch mit großen Unsicherheiten behaftet. Insgesamt sollte es jedoch keine großen Abweichungen von der Prognose geben.

Die Kommission veröffentlicht ihre Wirtschaftsprognose im Regelfall vier Mal pro Jahr - eine ausführliche Prognose im Frühjahr und im Herbst sowie eine weniger detaillierte im Februar und September.

 

EU-Wirtschaftsprognose - Frühjahr 2010 English

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