Navigationsleiste

Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn ©EU

Nach den neuesten Prognosen der Kommission wird das europäische BIP Schritt für Schritt zu seiner alten Form zurückfinden. Die Wirtschaft verspürt allerdings noch Gegenwind.

Im dritten Quartal 2009 endete die längste und tiefste Rezession in der Geschichte der EU. Zu diesem Zeitpunkt war erstmals wieder ein Wachstum des realen BIP zu verzeichnen. Dieses geriet jedoch – wie erwartet – im letzten Quartal des Jahres bereits wieder ins Stocken.

Übereinstimmend mit der Prognose von letztem Herbst wird für 2010 ein Wachstum von lediglich 0,7 % erwartet.

Die EU konnte in der zweiten Jahreshälfte 2009 zunächst von der unerwartet starken weltweiten Erholung profitieren. Die internationale Lage bleibt auch weiterhin ermutigend: Für das Jahr 2010 wird mit einem Wachstum der Weltwirtschaft um 4,25 % gerechnet, wobei die EU jedoch außen vor bleibt.

Denn trotz des positiven Umfelds drohen mehrere Faktoren das Wirtschaftswachstum in der EU in diesem Jahr zu beeinträchtigen: die in mehreren Mitgliedsländern angeschlagenen Immobilienmärkte, eine schwächere Industrieproduktion und die Zurückhaltung der Verbraucher. Auf den Finanzmärkten bleibt die Lage weiterhin angespannt – trotz großer Gewinne seit Beginn des Jahres 2009. Auf dem Arbeitsmarkt deutet alles auf einen Anstieg der Arbeitslosigkeit hin. Dadurch könnte der Konsum erneut gebremst werden.

Im Jahr 2009 blieb die Inflation aufgrund der rezessiven Konjunkturentwicklung mit moderaten 1 % in der EU und 0,3 % in der Eurozone verhalten. Für 2010 wird nun gegenüber der vorherigen Prognose ein leichter Anstieg der EU-weiten Inflation auf 1,4 % erwartet. Für die Eurozone liegt die Prognose unverändert bei 1,1 %.

Die Risiken und Chancen der derzeitigen Erholung halten sich laut der aktuellen Vorhersage die Waage: So sind die jüngsten Entwicklungen auf den Finanzmärkten zwar nicht gerade beruhigend, allerdings könnte die europäische Wirtschaft von einer unerwartet starken Erholung der Weltwirtschaft profitieren.

Die Kommission veröffentlicht in der Regel vier Wirtschaftsprognosen pro Jahr: umfassende Frühjahrs- und Herbstprognosen sowie Zwischenprognosen im Februar und September. Die nächste Prognose ist für Mai vorgesehen.

kontrastreiche Version normale Schriftgröße Schriftgröße 200 % Seite versenden Seite drucken

 

Haben Sie die gesuchten Informationen gefunden?

Ja Nein

Wonach haben Sie gesucht?

Haben Sie Vorschläge?

Nützliche Links