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Die Wirtschaft wird sich schrittweise erholen, aber schon im kommenden Jahr wird mit einem erneuten Rückgang des Wachstums gerechnet.
Die Rezession ist überstanden: Mit BIP-Zuwachsraten in der zweiten Jahreshälfte erholt sich die EU-Wirtschaft langsam von der Krise. Die Vorhersagen für 2009 bleiben jedoch angesichts des schlechten Starts zu Beginn des Jahres unverändert düster: Es wird mit einem Rückgang des BIP um 4 % gerechnet.
Für 2010 wird ein Wachstum von lediglich 0,75 % erwartet, für 2011 dann immerhin 1,5 %.
Der Aufschwung ist in erster Linie auf positive Entwicklungen im Welthandel und auf die verbesserten Finanzbedingungen zurückzuführen. Auch die Währungspolitik und die Finanzhilfen der Regierungen wirken sich positiv auf die Wirtschaftslage aus.
Im kommenden Jahr wird das Wachstum durch mehrere Faktoren gebremst, unter anderem durch die hohen Arbeitslosenraten und den notwendigen Schuldenabbau der privaten Haushalte und der Unternehmen. Folglich ist auch mit einem Rückgang der Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen in der EU zu rechnen.
Die Arbeitslosigkeit wird 2010 voraussichtlich auf 10,25 % steigen. Die Staatsverschuldung in der EU dürfte 7,5 % des BIP erreichen.
Den Prognosen zufolge werden die Verbraucherpreise nach einer rezessionsbedingten Stagnation wieder anziehen. Die Inflation wird dennoch im Rahmen bleiben. Unterschiede bei den Inflationsraten zwischen den einzelnen EU-Ländern werden wahrscheinlich weniger deutlich ausfallen als vor der Krise.
Der Aufschwung in den nächsten Monaten könnte überraschend stark sein. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob er auch von Dauer sein wird. Bei ihrer nächsten Zwischenprognose im Februar wird die Kommission die Lage in den großen EU-Ländern untersuchen.
Die Kommission veröffentlicht in der Regel vier Wirtschaftsprognosen pro Jahr: umfassende Frühjahrs- und Herbstprognosen sowie Zwischenprognosen im Februar und September.