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Reformprogramm für Europas Hochschulen - 26/09/2011

Studierende im Hörsaal bei einer Vorlesung © iStock/Dr. Heinz Linke

Die Qualität der Hochschulbildung verbessern, Lehrpläne besser auf die Bedürfnisse des Marktes ausrichten und die Hochschulbildung für eine breitere Gesellschaftsschicht zugänglich machen – bei diesen Aufgaben will die EU die Mitgliedsländer unterstützen.

In Europa gibt es rund 4 000 Universitäten und andere Hochschuleinrichtungen. Einige davon gehören zu den besten der Welt. Andere haben mit dem wirtschaftlichen und sozialen Wandel jedoch nicht Schritt halten können.

Laut den neuesten Prognosen English wird bis zum Jahr 2020 für voraussichtlich 35 % der Arbeitsplätze in der EU ein Hochschulabschluss erforderlich sein. Derzeit verfügen jedoch nur 26 % der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über einen solchen Abschluss. Damit hinkt die EU den USA, Japan und Kanada weit hinterher.

In ihrer Agenda zur Modernisierung der Hochschulsysteme zeigt die Kommission auf, welche Reformen notwendig sind, damit genügend Absolventen mit den benötigten Kompetenzen zur Verfügung stehen, die ihren Beitrag zu Innovation, wirtschaftlichem Wachstum und der Schaffung von Arbeitsplätzen leisten können.

Die Reformen würden jungen Menschen darüber hinaus helfen, ihre Wunschausbildung absolvieren zu können und danach einen ihren Fähigkeiten angemessenen Arbeitsplatz zu finden.

Folgende Ziele werden angestrebt:

  • Erhöhung der Anzahl der Absolventen auf 40 % bis 2020 (EU-Durchschnitt derzeit bei rund 34 %)
  • Ermöglichung des Hochschulzugangs für eine breitere gesellschaftliche Schicht und Senkung der Anzahl der Studienabbrecher
  • Verbesserung der Qualität und Relevanz der Hochschulbildung zur besseren Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Studierenden und Arbeitsmärkte
  • Förderung und Anerkennung von Exzellenz in Lehre und Forschung
  • Schaffung zusätzlicher Möglichkeiten für Studien- oder Ausbildungsaufenthalte im Ausland
  • Ausbildung von mehr Forschern, sodass Europa auf künftige Anforderungen vorbereitet ist
  • Vertiefung der Beziehungen zwischen Bildung, Forschung und Wirtschaft
  • Gewährleistung einer wirksamen und erfolgreichen Ausgabenpolitik.

Die Zuständigkeit für den Bildungsbereich liegt bei den Mitgliedstaaten. Die EU kann jedoch viel zur Unterstützung ihrer Reformbemühungen beitragen.

Dazu zählt unter anderem die Schaffung eines EU-weiten Rankingsystems für Hochschulen und die Bereitstellung von Informationen für Studierende über die für sie am besten geeigneten Studienorte in ganz Europa. Mit Hilfe von Bürgschaften für Studiendarlehen könnten Studierende die nötigen Mittel für ein Masterstudium in einem anderen EU-Land erhalten.

Darüber hinaus hat die Kommission für den nächsten EU-Haushalt 2014–2020 eine deutliche Aufstockung der Mittel für allgemeine und berufliche Bildung und Jugend (+73 %) sowie für Forschung (+46 %) vorgeschlagen.

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