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Ziele für eine bessere Bildung - 19/04/2011

Schülerin in der Klasse © iStockphoto.com/lisegagne

Laut dem Bildungsbericht hat die EU lediglich eines der fünf 2003 erklärten Ziele erreicht, doch ihre Ziele für 2020 sind realisierbar.

Die EU hat ihr Ziel, die Anzahl der Absolventen mathematischer, naturwissenschaftlicher und technischer Fächer in der EU bis 2010 um 15 % zu erhöhen, problemlos übertroffen. In anderen Bereichen gab es zwar auch Fortschritte, doch wurde noch nicht genug getan, um den Anteil der vorzeitigen Schulabgänger zu senken, die Lese- und Schreibfähigkeit zu verbessern und die Anzahl erfolgreicher Schüler in der Sekundarstufe II und in der Erwachsenenbildung zu erhöhen.

Der Bericht zeigt außerdem, dass die EU-Länder ihre 2009 überarbeiteten Zielvorgaben bis 2020 erreichen können, wenn sie Finanzmittel dafür bereitstellen und der Bildungsreform einen hohen Stellenwert einräumen.

Zwei dieser neuen Benchmarks sind gleichzeitig Kernziele der Strategie Europa 2020 für Wachstum und Beschäftigung und stehen damit in der EU ganz oben auf der Tagesordnung.

Bildungsziele 2020 - Fortschritte bis jetzt:

  • Senkung des Anteils vorzeitiger Schul- und Ausbildungsabgänger auf unter 10 % - seit 2003 ist der Anteil junger Menschen, die die Schule ohne Sekundarstufe-II-Abschluss verlassen, auf ungefähr 14 % gesunken.
  • Steigerung des Anteils der 30- bis 34-jährigen mit Hochschulabschluss auf 40 % - der EU-Durchschnitt stieg von 2000 bis 2009 um fast 10 Prozentpunkte auf 32,3 %.
  • Teilnahme von 95 % der Kinder an Vorschulerziehung - zurzeit liegt dieser Anteil bei 92,3 %. Neun EU-Länder erfüllen zwar bereits dieses Ziel und zahlreiche andere sind auf dem Weg dorthin - doch liegen einige noch zurück.
  • Verbesserung der Fähigkeiten im Lesen, in Mathematik und Naturwissenschaften bei 15jährigen - bis 2020 soll der Anteil der Schüler, die in diesen wichtigen Bereichen unzureichende Fähigkeiten aufweisen, 15 % unterschreiten. Derzeit sind die Lesefertigkeiten bei etwa 20 % der Schüler als unzureichend zu bezeichnen.
  • Erhöhung der Anzahl der Erwachsenen, die sich am lebenslangen Lernen beteiligen, auf 15 % - der Anteil der Menschen in entsprechenden Programmen ist leicht zurückgegangen; in 17 EU-Ländern liegt er nunmehr bei unter 10 %.

Die EU hat bereits Maßnahmen ergriffen, die Mitgliedstaaten beim Erreichen dieser Benchmarks zu unterstützen. 2010 leitete sie Jugend in Bewegung English ein, eine Initiative zur Modernisierung der Bildungssysteme, zur Förderung der Mobilität von Studierenden und zur Beseitigung von Jugendarbeitslosigkeit. Anfang dieses Jahres wurden weitere Programme zur Bekämpfung des frühzeitigen Schulabgangs und zur Förderung der Vorschulerziehung gestartet.

Informationen über Bildung in der EU

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