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Ein guter Schulstart für alle - 22/02/2011

Kind am Strand ordnet gelbe Seesterne wie die Sterne der EU-Flagge an © EU

Alle Vorschulkinder in der EU sollen frühzeitig Zugang zu hochwertiger Betreuung, Bildung und Erziehung erhalten.

Betreuung, Bildung und Erziehung für Vorschulkinder sind in Hinblick auf Angebot und Qualität in Europa sehr unterschiedlich organisiert. Nachdem die Kommission von den Regierungen der EU-Länder um Unterstützung gebeten wurde, schlug sie gemeinsame Maßnahmen zur frühkindlichen Betreuung, Bildung und Erziehung vor.

Die EU-Länder werden bei den folgenden Fragestellungen eng zusammenarbeiten:

  • Zugang zu hochwertiger Vorschulbildung und Erziehung für alle Kinder, was besonders Kinder aus armen Verhältnissen, Kinder mit Behinderungen oder Migrantenkindern zugute kommen sollte, oder aber den Kindern, die sozial benachteiligten Gruppen angehören (z. B. Roma),
  • Integration von Betreuung, Bildung und Erziehung,
  • Förderung einer ausgewogenen Mischung aus schulischen und sozialen Fertigkeiten für diese Altersgruppe,
  • Gewährleistung angemessener fachlicher Qualifikationen, Gehälter und Arbeitsbedingungen der Betreuer und Erzieher,
  • Entwicklung gemeinsamer Standards für die Qualitätssicherung.

Zur Förderung der Zusammenarbeit wird die EU die Mitgliedstaaten anregen, verfügbare Mittel und Forschungsergebnisse besser zu nutzen.

Bis jetzt lag der Schwerpunkt der EU darin, das Angebot im Betreuungsbereich zu erhöhen, um mehr Eltern, vor allem Müttern, den Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

Der neue Ansatz stellt die Bedürfnisse der Vorschulkinder, meist unter fünf oder sechs Jahren, in den Vordergrund. Aus wissenschaftlichen Untersuchungen ergibt sich, dass frühkindliche Bildung und Erziehung von entscheidender Bedeutung sind: Sie helfen benachteiligten Kindern, verbessern die soziale Integration und senken die Anzahl der Schulabbrecher.

Die Bereitstellung hochwertiger frühkindlicher Bildung und Erziehung für alle Kinder wird es der EU ermöglichen, den Anteil der Schulabbrecher unter 10 % zu drücken und mindestens 20 Millionen gefährdete Menschen vor Armut und sozialer Ausgrenzung zu schützen.

2009 setzte sich die EU ein Ziel: mindestens 95 % der Kinder sollten ab dem vierten Lebensjahr bis zum Eintritt der Schulpflicht Betreuung, Bildung und Erziehung erhalten. EU-weit liegt der Durchschnitt derzeit bei 92,3 %, wobei zahlreiche Länder weit zurückliegen.

Die EU-Bildungsminister werden die Vorschläge im Mai diskutieren. Maßnahmen zur Unterstützung aller Länder, die Ziele zu erreichen, werden voraussichtlich im Herbst 2011 eingeleitet.

Informationen zur frühkindlichen Betreuung, Bildung und Erziehung

Informationen zur Bildung in der EU Englishfrançais

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