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Die richtigen Kompetenzen für die Arbeitsplätze von morgen - 13/12/2010

Studierende mit Büchern © EU

Mit ihrer Zehnjahresstrategie für eine moderne, hochwertige Berufsbildung will die EU erreichen, dass den Arbeitnehmern die Fähigkeiten vermittelt werden, die sie benötigen, um in einer sich schnell verändernden Wirtschaft einen passenden Arbeitsplatz zu finden.

Derzeit leben in Europa rund 76 Millionen Europäer im erwerbsfähigen Alter, die nur geringe oder gar keine Qualifikationen besitzen. Für die angebotenen Arbeitsplätze ist jedoch eine gewisse Ausbildung erforderlich. Und der Bedarf an qualifizierten Arbeitnehmern wird in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich weiter wachsen. Dies bedeutet, dass es für junge Menschen und Erwachsene ohne einschlägige Kompetenzen immer schwieriger wird, einen Arbeitsplatz zu finden. Sollte ihnen dies dennoch gelingen, verdienen sie wahrscheinlich weniger als ihre besser qualifizierten Mitbewerber.

Die neue Berufsbildungsstrategie English zielt darauf ab, derzeit Erwerbstätigen und künftigen Arbeitnehmern die arbeitsplatzspezifischen und allgemeinen Kenntnisse zu vermitteln, die sie in einer modernen Wirtschaft benötigen. Generell geht es darum, die Qualität des Lehrens und Lernens in der Berufsbildung zu verbessern, Kreativität und Unternehmergeist zu fördern und es für die Menschen einfacher zu machen, in allen Phasen ihres wissenschaftlichen und beruflichen Lebens zu lernen.

Menschen aus der ärmeren Bevölkerungsschicht, Menschen mit besonderen Bedürfnissen und ältere Arbeitnehmer sollen denselben Zugang zur Berufsbildung haben wie alle anderen.

Die Strategie enthält einen Aktionsplan, in dem die Schwerpunkte für die nationalen Regierungen und die EU für die nächsten vier Jahre festgelegt sind:

  • Zusammenarbeit mit Unternehmen, um die derzeitigen Kompetenzlücken zu ermitteln,
  • Eröffnung zusätzlicher Berufsschulen,
  • Einführung von Strategien zur Förderung der beruflichen Weiterbildung im Ausland,
  • Sensibilisierung für die Vorteile der Berufsbildung,
  • Schaffung eines EU-weit gültigen gemeinsamen Standards für die Berufsbildung durch die Anwendung der EU-Empfehlung von 2009 zur Qualitätssicherung,
  • die Bewertung von Möglichkeiten, mehr Leute zur Aufnahme einer Berufsbildung zu bewegen.

Berufsbildung kann auch zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und des Wirtschaftswachstums Europas beitragen. Wenn Unternehmen aus einem Pool qualifizierter Arbeitskräfte diejenigen mit den benötigten Qualifikationen auswählen können, ist es auch für sie einfacher, sich im weltweiten Wettbewerb zu behaupten.

Die Strategie ist das Ergebnis der jüngsten Überarbeitung des Kopenhagener Prozesses, eines umfassenden, auf lange Sicht ausgerichteten Plans zur Entwicklung der beruflichen Aus- und Weiterbildung in Europa. An dem 2002 ins Leben gerufenen Kopenhagener Prozess beteiligen sich nunmehr 33 Länder (alle 27 EU-Mitgliedsländer sowie Kroatien, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Island, Liechtenstein, Norwegen und die Türkei), Gewerkschaften, Arbeitnehmervertreter und die Kommission.

Weitere Informationen zur allgemeinen und beruflichen Bildung

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