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Istanbul feiert die Sieger des europäischen Kulturerbe-Wettbewerbs - 11/06/2010

Medaille des Preises für das europäische Kulturerbe mit dem Abbild eines historischen Monuments © EU

Gleich zwei der sechs Hauptpreise im diesjährigen Wettbewerb um die Bewahrung des europäischen Kulturerbes gehen nach Berlin, und zwar an das Neue Museum und an das Baerwaldbad.

Mit diesen Preisen, den "Oscars" für den Schutz des Kulturerbes, werden die besten Initiativen ausgezeichnet, die Monumente, Landschaften und Kunstwerke ins Rampenlicht rücken und vor dem Niedergang retten.

Dieses Jahr fand die Preisverleihung in der prächtigen Kirche Hagia Irene in Istanbul statt. Von den 140 eingereichten Projekten aus 26 Ländern erhielten 29 einen Preis, darunter sechs einen der mit jeweils 10 000 Euro dotierten Hauptpreise.

Zu diesen Hauptpreisträgern gehört das Projekt des Neuen Museums in Berlin, das für die Verbindung zeitgenössischer Architektur mit der Wiederherstellung des ursprünglichen Standorts ausgezeichnet wurde. Auch das Baerwaldbad erhielt einen Hauptpreis, und zwar für die Renovierung dieses öffentlichen Bads im benachteiligten Stadtviertel Kreuzberg durch junge Menschen im Rahmen von Berufsausbildungsmaßnahmen.

Die Preise für das europäische Kulturerbe werden seit 2002 über das Programm der Europäischen Kommission zur Förderung der kulturellen Vielfalt und über den Verband Europa Nostra Englishfrançais vergeben, dem mehr als 400 Organisationen angehören, die sich für den Schutz des Kulturerbes und besonderer Landschaften in Europa einsetzen.

Die Preise werden in den vier Kategorien Erhaltung / Konservierung, Forschung, allgemeine und berufliche Bildung und Bewusstseinsbildung sowie engagierter Einsatz von Einzelnen oder Gruppen vergeben. So erhielt in der letzten Kategorie der Däne Nils Vest einen Hauptpreis für seine Dokumentarfilme über den Reichtum der europäischen Architektur.

"All diese Arbeit trägt nicht nur dazu bei, Europa zu einer Region zu machen, in der sich wunderbar leben lässt, sondern sie schafft auch Beschäftigung, zieht Touristen an und fördert eine nachhaltige Entwicklung", erklärte Kulturkommissarin Androulla Vassiliou. Dies ist beispielsweise der Fall beim römischen Theater in Cartagena (Spanien), das seit seiner Restaurierung vollständig in die Stadt eingebunden und um ein Museum ergänzt wurde, in dem bei Ausgrabungen entdeckte Schätze gezeigt werden. Entsprechendes gilt für die Renovierung der Nordketten-Seilbahn in Innsbruck. Hier wurde bei der Modernisierung einer Anlage aus den 20er Jahren dem ursprünglichen Entwurf und der Einbindung in die prächtige Alpenlandschaft Rechnung getragen.

Der Wettbewerb 2011 Englishfrançais ist bereits angelaufen: Bewerbungen können bis zum 1. Oktober 2010 eingereicht werden.

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