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Berufliche Bildung erhält ein neues Gesicht - 09/06/2010

Grafikdesinger vor einem Computerbildschirm

Kommission will berufliche Bildung und Weiterbildung ausbauen und verbessern

Die Kommission möchte mehr junge Menschen in Europa für eine berufliche Ausbildung gewinnen und die Qualität des Ausbildungsangebots verbessern. Heute stellte sie ihren diesbezüglichen Plan vor.

Der Plan wird von den zuständigen Fachministern der EU-Mitgliedsländer diskutiert, wenn sie im Dezember mit Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften zusammenkommen, um eine 10-Jahres-Agenda für die berufliche Bildung festzulegen.

Die Vorschläge der Kommission bauen auf der neuen EU-Strategie für Wachstum und Beschäftigung in den nächsten zehn Jahren - "Europa 2020 " - auf. Eines der Hauptziele ist es, das Bildungsniveau zu erhöhen und dadurch der Nachfrage an neuen und höheren Qualifikationen gerecht zu werden.

Im Zuge der Globalisierung, des technologischen Fortschritts, der Erderwärmung und der knapper werdenden Ressourcen verändert sich der Arbeitsmarkt rasch. Doch Europa hinkt hinterher, was teilweise darauf zurückzuführen ist, dass vielen Arbeitnehmern die passenden Qualifikationen fehlen.

Heutzutage erfordern selbst einfache Arbeitsplätze beträchtliche Kenntnisse. Doch fast ein Drittel der europäischen Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter (25-64) verfügt über keinerlei oder nur geringe formelle Qualifikationen - das ist deutlich mehr als in den USA, Kanada, Japan und Südkorea.

Europäische Arbeitgeber beklagen bereits seit einiger Zeit den Mangel an verfügbaren qualifizierten Arbeitnehmern. Trotz des Anstiegs der Arbeitslosigkeit in der Rezession gibt es immer noch nicht genügend gut geschulte Arbeitskräfte. Durch die Wirtschaftskrise ist der Bedarf an qualifizierten Beschäftigten sogar noch gestiegen. Verkompliziert wird das Dilemma dadurch, dass in Zukunft aufgrund der demografischen Entwicklung immer weniger Arbeitnehmer ihre Produktivität immer mehr steigern müssen, um immer mehr Rentner ernähren zu können.

Die für Bildung zuständige EU-Kommissarin Androulla Vassiliou sagte, Europa müsse das "Image der beruflichen Bildung verbessern" und sie "an die heutigen Gegebenheiten" anpassen.

Mit dem Plan werden Wege aufgezeigt, wie Menschen in jedem Lebensabschnitt Qualifikationen erwerben und im Rahmen der beruflichen Bildung auch im Ausland Erfahrung sammeln können. Außerdem werden Maßnahmen vorgeschlagen, um Kreativität und Unternehmergeist zu fördern und Schulabbrecher, Arbeitslose, Migranten und Behinderte zu beteiligen.

Bei der beruflichen Bildung stehen Know-how oder praktische Fertigkeiten über dem theoretischen Wissen. Sie ist besonders interessant für Menschen, die einen Beruf oder ein Handwerk erlernen wollen, anstatt zum Beispiel an einer Universität akademische Bildung zu erwerben.

Die EU-Länder haben unterschiedliche Systeme der beruflichen Bildung. Die Anzahl der Auszubildenden ist von Land zu Land sehr unterschiedlich, doch liegt sie insgesamt höher als in anderen wichtigen Industrieländern der Welt.

Informationen zu beruflicher Bildung und Weiterbildung

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