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Europa gedenkt des Niederrisses des Eisernen Vorhangs - 06/11/2009

Europa feiert das 20-jährige Jubilium des Falls der Berliner Mauer.

Vor zwanzig Jahren – genau am 9. November  1989 – gaben die ostdeutschen Behörden endlich nach und gestatteten den Bürgern Ostdeutschlands, sich zwischen dem kommunistischen Ost-Berlin und West-Berlin frei zu bewegen.

Im ersten Augenblick konnte niemand daran glauben. Dann aber brach der Jubel aus: Straßenfeste, lange Schlangen von Menschen, die „auf die andere Seite“ wollten, ergreifende Szenen der Wiedervereinigung. Es war der entscheidende Tag für Widerstandsbewegungen, die sich – oft im Untergrund – gegen die kommunistischen Systeme in Osteuropa aufgelehnt hatten.

Das Niederreißen des Eisernen Vorhangs wird mit Kulturveranstaltungen in ganz Europa gefeiert. In Deutschland und Österreich wird dieser Gedenktag mit verschiedenen Festveranstaltungen begangen, unter anderem mit Konferenzen, Presseveranstaltungen, Schauspielen und Ausstellungen.

Seit 1961 hatte die Mauer Ost- und West-Berlin entzweit.

Die ersten Anzeichen eines Wandels waren jedoch bereits 1988 deutlich geworden, als die polnische Regierung auf eine Streikwelle reagierte und sich zu Gesprächen mit der Oppositionsbewegung Solidarność bereit erklärte. Die Wellen der Ablehnung breiteten sich rasch auf die übrigen osteuropäischen Länder aus.

Im Mai 1989 öffnete Ungarn seine Grenzen zu Österreich und riss damit das erste Loch in den Eisernen Vorhang. Im August reichten sich in den drei baltischen Staaten – Litauen, Estland und Litauen – insgesamt 200 Millionen Menschen die Hände und bekundeten mit einer 600 Kilometer langen Menschenkette ihr Verlangen nach Unabhängigkeit.

Am 3. Oktober 1990 fand die offizielle Wiedervereinigung Ost- und Westdeutschlands statt – das ehemalige Ostdeutschland wurde Teil der EU. Weitere kommunistische Systeme brachen zusammen und wurden durch neue, frei gewählte Regierungen ersetzt. Vor diesem Hintergrund entstanden Pläne, sie bei der Heranführung an die EU und dann beim EU-Beitritt zu unterstützen, unter anderem durch den Aufbau stabiler demokratischer Einrichtungen, die Förderung von Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten sowie durch die Errichtung einer funktionierenden Marktwirtschaft.

Seither haben zehn ehemalige kommunistische Länder die Kriterien für den EU-Beitritt erfüllt. Im Jahr 2004 wurden die Tschechische Republik, Polen, Lettland, Litauen, Estland, Ungarn, die Slowakei und Slowenien Mitglieder der EU. 2007 folgten Rumänien und Bulgarien.

Heute können die EU-Bürger in 27 Ländern uneingeschränkt reisen, arbeiten und studieren, die Wirtschaft profitiert von einem immer stärker integrierten Binnenmarkt, und die Slowakei und Slowenien haben sogar die Bedingungen für die Einführung des Euro bereits erfüllt.

All das hat dazu beigetragen, dass in Europa weiterhin Friede und Stabilität herrschen, und die EU setzt sich dafür ein, dass dies so bleibt.

 

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Geschichte der EU

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