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Investitionen in die Jugend - 27/04/2009

Gruppenfoto von sieben jungen Leuten ©EC

Die Jugendarbeitslosigkeit steigt besonders schnell an. Höchste Zeit also für eine neue nachhaltige Strategie zur Verbesserung der Situation.

Als Teil ihrer Antwort auf die Wirtschaftskrise schlägt die Kommission eine neue Jugendpolitik für das kommende Jahrzehnt vor. Die neue Strategie ist themenübergreifend und soll die Zusammenarbeit der EU-Länder in der Jugendpolitik verbessern.

Die Altersgruppe der 15- bis 25-Jährigen wächst als erste Generation in einem fast grenzenlosen und friedlichen Europa auf. Junge Europäer haben heutzutage mehr Möglichkeiten als ihre Eltern und Großeltern. Die Suche nach krisensicheren Arbeitsplätzen gestaltet sich allerdings immer schwieriger. Dadurch leben viele von ihnen in instabilen Verhältnissen, können sich nicht voll in die Gesellschaft integrieren und bleiben von anderen abhängig. Viele junge Europäer müssen befristete Jobs annehmen, weil sie keine feste Anstellung finden.

Neben den bereits bestehenden Maßnahmen versucht die EU, die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsländern in diesem Bereich zu vereinfachen. So ließen sich Bemühungen zur Verbesserung des Zugangs zu Bildung und Beschäftigung sowie zur Beteiligung junger Leute am gesellschaftlichen Leben – etwa durch Arbeit im gemeinnützigen Bereich – leichter koordinieren. Insbesondere außerschulische Bildung, ehrenamtliche Tätigkeiten und berufliche Bildung sind laut der Strategie der Kommission wichtig, um auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Dies gilt vor allem für die geschätzten 15 % der jungen Leute, die die Schule vorzeitig abbrechen.

Die Kommission fordert die Regierungen der Mitgliedstaaten außerdem dazu auf, regelmäßig den Dialog mit dieser Altersgruppe zu suchen, die angesichts unserer alternden Erwerbsbevölkerung eine zunehmend wertvolle Ressource bildet. Heute stellt sie noch 20 % unserer Bevölkerung – im Jahr 2050 wird dieser Anteil voraussichtlich nur noch bei 15 % liegen.

Um ihre Politik auf eine solide Grundlage zu stellen, hat die EU einen detaillierten Bericht über junge Leute English erstellt, in dem erstmals ein umfassender Überblick über die aktuelle Lage vermittelt wird. Künftig sollen derartige Berichte alle drei Jahre veröffentlicht werden.

Im Februar lag die Arbeitslosenrate in der Gruppe der unter 25-Jährigen bei 17,5 %. Im selben Monat des Vorjahres betrug dieser Anteil noch 14,7 %. Die Jugendarbeitslosigkeit ist also mehr als doppelt so hoch wie die allgemeine Arbeitslosigkeit in der EU, die im selben Zeitraum von 6,8 % auf 7,9 % kletterte.

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