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Sicheres Surfen für Kinder - 10/02/2009

EU erreicht Vereinbarung über sicheres Surfen mit 17 Anbietern sozialer Netzwerke.

Siebzehn führende Website-Anbieter haben sich bereit erklärt, durch Sicherheitsvorkehrungen junge Menschen davor zu schützen, unwissentlich ihre Privatsphäre und ihre Sicherheit zu gefährden. Darunter sind Facebook, MySpace, YouTube, die französische Video-Website Dailymotion und Habbo Hotel, die beliebte virtuelle Welt für Kinder.

Die soziale Vernetzung über das Internet hat im letzten Jahr in Europa um mehr als 35 % zugenommen. Rund 42 Millionen Menschen sind regelmäßige Nutzer, und diese Zahl dürfte sich bis 2012 mehr als verdoppeln.

Soziale Online-Netzwerke geben den Nutzern das Gefühl, im engen Freundeskreis zu kommunizieren, während in Wirklichkeit vielleicht Millionen andere mitlesen. Diese digitalen Ansammlungen privater Informationen erhöhen das Risiko, dass ein Nutzer belästigende Nachrichten erhält oder von einem Sexualstraftäter kontaktiert wird.

Außerdem sind sie eine wahre Goldmine für Online-Werber, denn die Nutzer geben Informationen über sich selbst preis und können dann mit Produkten und Diensten beworben werden, die sie wahrscheinlich interessieren.

Im Rahmen einer zur Feier des Tages des sicheren Internet unterzeichneten Vereinbarung erklärten sich die 17 Unternehmen bereit sicherzustellen, dass

  • Nutzer mit einem einzigen Mausklick Missbrauch melden können,
  • Online-Profile und Kontaktlisten für Nutzer unter 18 immer auf „privat“ voreingestellt sind,
  • private Profile von Nutzern unter 18 für die Suche nicht mehr zugänglich sind,
  • Einstellungen für die Zugänglichkeit deutlicher sichtbar sind, so dass die Nutzer gleich wissen, wer sehen kann, was sie ins Netz gestellt haben – nur ihre Freunde oder die ganze Welt.

 

Die Unternehmen haben zugesagt, bis April 2009 wesentliche Teile der Vereinbarung umzusetzen. In einigen Fällen ist das bereits geschehen, da die Netzwerke versuchen, sich vor Klagen wegen Verletzung der Privatsphäre und illegaler Tätigkeiten zu schützen. MySpace hat in den letzten zwei Jahren 90 000 Sexualstraftäter ausgeschlossen.

Die EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien, Viviane Reding, nannte die Vereinbarung einen „wichtigen Schritt“ zu größerer Sicherheit für Kinder, die soziale Netzwerke nutzen.

Die Kommission hat außerdem eine Kampagne gegen Cyberbullying – Schikanen über das Internet oder Mobiltelefone – eingeleitet. Dieses wachsende Problem stellt sich meist in Form bösartiger Textnachrichten, Fotos oder Videos, die Nutzer belästigen sollen.

Im Rahmen dieser Kampagne wird über öffentliche und private Fernsehkanäle in ganz Europa ein Videoclip über ein junges Mädchen ausgestrahlt, das zur Zielscheibe von „Cyberbullies“ wird.

Mehr über das EU-Programm „Sicheres Internet“ English .

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