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Nachwuchsübersetzer stellen ihr Können unter Beweis - 26/11/2008

Mädchen und Junge beim Übersetzen

Bei einem Wettbewerb sind die übersetzerischen Fähigkeiten der 17-jährigen Teilnehmer aus ganz Europa gefragt.

„Die Übersetzung ist die Sprache Europas“ – so der italienische Schriftsteller und Sprachwissenschaftler Umberto Eco.

Am 27. November huldigten gut 2000 Schülerinnen und Schüler dieser „gemeinsamen Sprache“ und beteiligten sich am Wettbewerb Juvenes Translatores, den die Europäische Kommission EU-weit für Nachwuchsübersetzer an weiterführenden Schulen organisiert hat.

Schulen und Schüler von Guadeloupe in der Karibik bis Kittilä am nördlichen Polarkreis stellten sich der Herausforderung. Bei ihren Übersetzungen waren die Schüler mit Eifer darauf bedacht, die Ausgangstexte originalgetreu und zugleich flüssig in der Zielsprache wiederzugeben.

Die Teilnehmer konnten eine beliebige Sprachkombination aus den 23 Amtssprachen der EU wählen. Empfohlen wurde ihnen allerdings, in ihre Muttersprache zu übersetzen bzw. in die Sprache, die sie am besten beherrschen. Die zu übersetzenden Texte hatten alle dasselbe allgemeine Thema, waren aber in den 23 verfügbaren Sprachen nicht identisch. Übersetzer der Kommission werden die Übersetzungen nun bewerten. Dabei achten sie auf richtige Wortwahl, Sprachgewandtheit und originelle Lösungen für schwierige Passagen.

Durch den Wettbewerb „Juvenes Translatores“ (Lateinisch für „junge Übersetzer“) soll in Europa für den Gebrauch von Fremdsprachen geworben werden – und insbesondere für das Übersetzen. Es geht darum, das Interesse am Erlernen von Sprachen und am Übersetzen zu wecken. So haben einige Schulen die Initiative aufgegriffen und veranstalten eigene Wettbewerbe. Wie mehrere der Gewinner aus dem Vorjahr so kamen auch dieses Jahr zahlreiche Teilnehmer aus Familien, in denen zwei Sprachen gesprochen werden. Dass ein solcher Hintergrund auch sonst hervorragendes Rüstzeug ist, sollte allgemein besser anerkannt werden.

Die 27 Gewinner – einer aus jedem EU-Mitgliedstaat – werden im April nach Brüssel eingeladen, wo in Anwesenheit des Kommissars für Mehrsprachigkeit Leonard Orban die Preisverleihung stattfinden wird. Außerdem erhalten sie Gelegenheit, Übersetzer der Kommission zu treffen und mehr über deren Arbeit zu erfahren. Bei aller Anerkennung – die schönste Erfahrung für die Preisträger des vergangenen Jahres war es, einander kennenzulernen und sich in einer gemeinsamen Sprache zu verständigen.

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