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Europeana – das „Sesam öffne Dich“ für Kunst, Kultur und Geschichte - 20/11/2008

Digitale Bibliothek – Logo © EC

EU eröffnet digitale Bibliothek kultureller Schätze.

Ein Klick, und auf Ihrem Schreibtisch breitet sich ein unvorstellbar großer Schatz an historischen Dokumenten, seltenen und wertvollen Schriftstücken und auserlesenen Kunstgegenständen aus. Europeana, die neue digitale Bibliothek der EU, macht dies möglich.

Europeana ist ein ehrgeiziges Projekt, das sich das Ziel gesetzt hat, die Geschichte, Literatur, Kunst und Wissenschaft Europas darzustellen. Drei Millionen kulturelle Werke – Bilder, Texte, Tondateien und Videos – wurden am 20. November online gestellt.

Zu ihnen gehören die Partitur der Neunten Symphonie von Beethoven, die französische Erklärung der Menschenrechte von 1789, die englische Magna Carta, Dantes Göttliche Komödie und die Gutenberg-Bibel. Millionen weiterer Werke werden bald folgen.

Europeana ermöglicht Internetnutzern, mit einer einzigen Suchanfrage, Tausende digitalisierter Sammlungen europäischer Museen, Bibliotheken, Nationalarchive und audiovisueller Sammlungen – unter anderem auch die des Louvre in Paris, des Rijksmuseum in Amsterdam und des British Museum in London – abzufragen. Allein das französische „Institut National de l’Audiovisuel“ hat 80 000 Radioaufzeichnungen des 20. Jahrhunderts zur Verfügung gestellt, darunter auch Berichterstattungen von den Schlachtfeldern in Frankreich aus dem Jahr 1914.

„Es ist einfach unglaublich, wie viele Werke uns angeboten wurden. Unsere kühnsten Erwartungen wurden bei weitem übertroffen“, erklärte John Purday, ein Projektmitarbeiter. „Wir rechneten mit 2 Millionen Werken – und erhielten schließlich 3 Millionen“. Eine Schlagwortsuche nach „Mozart“ ergibt beispielsweise 1 000 Treffer – Partituren, Mozarts Briefe und Aufführungen seiner Werke.

Die Europeana-Website steht in 23 Sprachen zur Verfügung. Sie kann kostenlos benutzt werden, und es besteht kein Urheberschutz, das heißt, jeder kann das angebotene Material für persönliche Zwecke herunterladen.

„Stellen Sie sich einmal die Möglichkeiten vor, die diese Bibliothek Studenten, Kunstliebhabern oder Gelehrten bietet. Sie können im Internet nach den kulturellen Schätzen aller Mitgliedstaaten suchen, können auf diese online zugreifen und sie miteinander kombinieren“, erklärte José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission, die das Projekt mitfinanziert.

Bisher stammen die meisten Werke aus Frankreich, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich. Andere Länder – Deutschland, Spanien und Polen – wollen in den nächsten Monaten weitere Werke beisteuern.

Bis 2010 wird die Bibliothek auf schätzungsweise 10 Millionen Werke angewachsen sein. Und das ist erst der Anfang – nur 1 % der über ganz Europa verstreuten historischen Werke, Dokumente und kulturellen Werke wurden bisher digitalisiert, d. h. in ein Format umgewandelt, das auf einem Computerbildschirm angezeigt werden kann.

In den nächsten zwei Jahren möchte die EU 119 Millionen Euro dafür aufwenden, den Online-Zugang zu kulturellen Materialien zu verbessern.

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