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Überlebenshilfe für europäische Unternehmen - 17/03/2014

Kräne und schwebende Euro-Symbole © EU

EU präsentiert neues Konzept, das Unterstützung für finanziell angeschlagene Unternehmen und eine zweite Chance für Unternehmer vorsieht.

Jedes Jahr sind etwa 200 000 Unternehmen in der EU von Insolvenz bedroht, bei denen insgesamt 1,7 Millionen Menschen ihren Lebensunterhalt verdienen. Es muss mehr getan werden, um finanziell angeschlagenen Unternehmen frühzeitig eine Umstrukturierung zu ermöglichen, damit sie überlebensfähig bleiben.

Eine Reform der nationalen Insolvenzvorschriften wird allen Beteiligten zugutekommen. Sie kann rentable Unternehmen und Arbeitsplätze schützen, die Risiken für Investoren senken, die Rückzahlungsaussichten für Gläubiger verbessern und grenzüberschreitende Investitionen fördern.

Die EU empfiehlt einheitlichere Insolvenzvorschriften der EU-Länder, die angeschlagene Unternehmen einer frühzeitigen Umstrukturierung ermöglichen, anstatt sie, wie es häufig der Fall ist, in die Abwicklung zu treiben. Die Empfehlung der Kommission pdf - 68 KB [68 KB] български (bg) čeština (cs) dansk (da) eesti keel (et) ελληνικά (el) English (en) español (es) français (fr) hrvatski (hr) italiano (it) latviešu valoda (lv) lietuvių kalba (lt) magyar (hu) Malti (mt) Nederlands (nl) polski (pl) português (pt) română (ro) slovenčina (sk) slovenščina (sl) suomi (fi) svenska (sv) sieht Folgendes vor:

  • Unterstützung von Unternehmen bei der Umstrukturierung vor der Einleitung förmlicher Insolvenzverfahren
  • Gläubigerschutz von bis zu vier Monaten als Atempause für angeschlagene Unternehmen, damit sie Umstrukturierungspläne ausarbeiten können
  • Schuldenerlass für Unternehmer drei Jahre nach einem Konkurs

In mehreren EU-Ländern ist eine frühzeitige Umstrukturierung derzeit rechtlich nicht möglich, und selbst wenn die Möglichkeit besteht, sind die Verfahren oftmals ineffizient und kostspielig, so dass Unternehmen wenig Anreize haben, um ihr Überleben zu kämpfen.

Diese Unterschiede im Insolvenzrecht der EU-Länder wirken sich auch auf die Wiedereinziehungsquote grenzübergreifender Forderungen, auf grenzüberschreitende Investitionsentscheidungen und auf die Umstrukturierung von Unternehmensgruppen aus.

Ein einheitlicheres EU-Konzept würde die Risiken für Investoren senken und die Rückzahlungsquoten für Gläubiger im Konkursfall verbessern. Eine Vereinheitlichung der Vorschriften zum Schuldendienst würde auch eine zweite Chance für Unternehmer erleichtern. Es gibt nämlich Belege dafür, dass sie im zweiten Anlauf in der Regel wirtschaftlich erfolgreicher sind.

Nächste Schritte

In der Empfehlung werden die EU-Länder aufgefordert, binnen eines Jahres geeignete Maßnahmen zu treffen. Die Kommission wird daraufhin die erzielten Fortschritte prüfen und entscheiden, ob weitere Maßnahmen notwendig sind.

Ein neues Maßnahmenpaket zur Modernisierung der bestehenden Vorschriften zu grenzübergreifenden Insolvenzen wurde vom Europäischen Parlament bereits gebilligt. Nun müssen die Minister der einzelnen EU-Länder im Rat der EU eine Einigung finden.

Pressemitteilung – Insolvenzrecht: EU-Kommission will zweite Chance für Unternehmen

EU-Recht zu Insolvenzverfahren English (en)

Abfedern der sozialen Auswirkungen von Umstrukturierungen

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