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Unternehmertum in der EU soll stärker gefördert werden - 10/01/2013

Frau in grauem Anzug hinterlässt Fußabdrücke auf Holztreppe © iStock/James Tutor

Vorschläge für Maßnahmen zur Heranbildung neuer Unternehmergenerationen und zur Unterstützung von jungen Menschen, Frauen, Senioren, Migranten und Arbeitslosen bei der Gründung eines eigenen Unternehmens.

Unternehmer schaffen Arbeitsplätze. Sie lenken viele der kleinen Jungunternehmen, die in Europa jedes Jahr vier Millionen Arbeitsplätze schaffen.

In Bezug auf die unternehmerische Einstellung besteht in der EU jedoch Aufholbedarf gegenüber der Konkurrenz durchaus noch Potential für noch mehr Arbeitsplätze da ist. Nur 11 % der Europäer sind Unternehmer. Dabei wären theoretisch rund 40 % gern ihr eigener Chef pdf - 10 MB [10 MB] English (en) . In den USA und in China würde über die Hälfte der in Frage kommenden Personen ein selbständiges Unternehmertum anstreben.

Diese vergleichsweise zurückhaltende Einstellung in Bezug auf eine Unternehmensneugründung muss sich ändern, wenn Europa auf den Wachstumspfad zurückgeführt werden soll. Um hier einen Mentalitätswandel herbeizuführen, schlägt die Kommission einen Aktionsplan mit folgenden Maßnahmen vor:

  • Verbesserung des Zugangs zu Finanzierungen, Schaffung eines europäischen Marktes für Kleinanleihen und Vereinfachung der steuerlichen Regelungen für private Direktinvestitionen;
  • Einbeziehung unternehmerischer Bildung und Erfahrungen in die Schullehrpläne — junge Menschen sollten vor Abschluss der Sekundarstufe mindestens eine unternehmerische Erfahrung gemacht haben;
  • Verkürzung der Zeit, die für eine Neugründung und den Erwerb der erforderlichen Lizenzen und Genehmigungen benötigt wird;
  • Begleitungs-, Beratungs- und Unterstützungsprogramme für Frauen, Senioren, Migranten, Arbeitslose und andere potenzielle Unternehmer;
  • Management-Ausbildung und Coaching für Jungunternehmen, Netzwerken mit anderen Personen, die den Sprung in die Selbständigkeit anstreben, sowie mit potenziellen Lieferanten und Kunden;
  • Unterstützung web-basierter Jungunternehmen durch Abbau von Hemmnissen für den grenzübergreifenden Internethandel;
  • Vereinfachung der Gründung, Veräußerung, Übertragung oder Neugründung eines Unternehmens;
  • Unterstützung von Jungunternehmen bei der Überwindung vorübergehender finanzieller Engpässe und Eröffnung einer zweiten Chance für redlich insolvente Unternehmern, aus der Überlegung heraus, dass Unternehmer im zweiten Anlauf erfolgreicher sind.

Die EU-Länder arbeiten bereits jetzt im Rahmen des Small Business Act gemeinsam auf den Bürokratieabbau hin. Der neue Plan wird dafür sorgen, dass die gemeinsamen Regelungen für kleine Unternehmen noch besser funktionieren.

Nächste Schritte

Die Kommission wird bei der Erstellung eines Fahrplans für die Umsetzung der Vorschläge mit den Regierungen der EU-Länder, mit Unternehmensverbänden und anderen Interessenträgern eng zusammenarbeiten.

Bei der Unterstützung von Unternehmern bestehen riesige Unterschiede zwischen den EU-Ländern. Ein Austausch bewährter Praktiken und ein koordiniertes Vorgehen versprechen einen größeren Erfolg als wenn jedes Land seinen eigenen Weg geht.

Mehr zur Förderung des Unternehmertums English (en)

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