Navigationsleiste

Tuning für Europas Automobilindustrie - 09/11/2012

Autoscheinwerfer und Straße © iStock/Olaru Radian-Alexandru

Investitionen in Innovation, Bürokratieabbau, Förderung von Qualifikationen und verbesserter Zugang zu Märkten in Übersee – all das soll nach Vorschlägen der EU die europäische Automobilindustrie wettbewerbsfähiger machen.

Die Vitalität der Automobilindustrie ist entscheidend für Europas Wohlstand. Rund zwölf Millionen Menschen verdienen ihren Lebensunterhalt direkt oder indirekt in dieser Branche.

Doch die Hersteller sind durch den weltweiten Abschwung unter Druck geraten. Sinkende Nachfrage und zunehmender Wettbewerb – das sind die Herausforderungen, vor denen die EU-Unternehmen zuhause und im Ausland stehen. Außerdem müssen sie auf die wachsende Nachfrage nach energieeffizienteren und sichereren Autos reagieren.

Die Unternehmen müssen sich also stärker auf Qualität und Innovation konzentrieren. Um ihnen bei dieser Umstellung zu helfen, schlägt die Kommission eine Reihe von Maßnahmen vor, nämlich

  • Investitionen in Technologien zur Verringerung von Treibhausgasen, Schadstoffen und Lärm durch Neuausrichtung von EU-Fonds und Darlehen der Europäischen Investitionsbank sowie gezielte finanzielle Anreize;
  • Schaffung eines tragfähigen Verbrauchermarktes für mit alternativen Kraftstoffen (Strom, Wasserstoff und Erdgas) betriebene Fahrzeuge durch Ausbau der erforderlichen Infrastruktur und EU-weite Normung der Ladevorrichtungen;
  • Förderung moderner Verkehrssicherheitstechnologien – darunter intelligente Verkehrssysteme English (wie Bordrechner, Sensortechnologien, digitale Dienste, Kommunikationssysteme);
  • Abbau von Bürokratie und unlauteren Wettbewerbspraktiken in der ganzen EU;
  • Verbesserung des Zugangs zu internationalen Märkten für die Hersteller durch gerechte, ausgewogene Handelsvereinbarungen und verstärkte Werbung, vor allem in Ländern mit wachsender Nachfrage;
  • Abschluss internationaler Verhandlungen über gemeinsame Normen und Sicherheitsvorschriften für Elektrofahrzeuge und ihre Batterien;
  • Verbesserung von Qualifikationen und Ausbildung sowie Einstellung auf künftige Bedürfnisse der Industrie;
  • effizienterer Mitteleinsatz für Forschung und Innovation auf europäischer und nationaler Ebene.

Der Plan basiert auf der Industriestrategie English der Kommission, in der die Prioritäten der EU für die Förderung strategischer Wirtschaftszweige festgelegt sind – darunter Luftfahrt, Ingenieurwesen, Raumfahrt, Chemie und Arzneimittel.

Die Strategie zielt darauf ab, den Rückgang des verarbeitenden Gewerbes umzukehren und seinen Anteil am Bruttoinlandsprodukt von derzeit 16 % bis 2020 auf rund 20 % zu steigern. Gegenwärtig entfallen auf das verarbeitende Gewerbe 80 % aller Ausfuhren der EU.

EU-Unterstützung für Kfz-Hersteller

EU-Bericht über die Automobilindustrie English

kontrastreiche Version normale Schriftgröße Schriftgröße 200 % Seite versenden Seite drucken

 

Haben Sie die gesuchten Informationen gefunden?

Ja Nein

Wonach haben Sie gesucht?

Haben Sie Vorschläge?

Nützliche Links