Navigationsleiste

Original statt Fälschung - Schutz des geistigen Eigentums - 24/05/2011

Gefälschte Waren, darunter eine Tasche, ein Schuh, ein Luftfilter für ein Auto und ein Fußball © EU

Mit einer koordinierten Strategie will die EU die Rechte des geistigen Eigentums besser schützen und Nachahmern und Fälschern das Handwerk legen.

Produktpiraterie und Nachahmungen gefährden die Wirtschaftsleistung der EU: Die Produkte sind billiger als die Originale und machen es ehrlichen Herstellern schwer, im Geschäft zu bleiben. Doch auch die Verbraucher gehen Risiken ein, da die gefälschten Produkte oft nicht den Gesundheits- und Sicherheitsnormen entsprechen.

Das Problem hat mit dem Internet deutlich zugenommen. Heutzutage ist es ganz einfach, illegal Musik, Filme, Software und andere Produkte herunterzuladen, die sich leicht digitalisieren lassen. Unterdessen haben die Fälscher ihre Aktivitäten von Luxusgütern auf Kopien alltäglicherer Dinge wie Lebensmittel, Kosmetik, Hygieneartikel, Arzneimittel und Ersatzteile für Autos ausgeweitet.

Um all dem Einhalt zu gebieten, schlägt die Kommission vor, die Rechte des geistigen Eigentums in der EU zu modernisieren. Diese Rechte schützen literarische, musikalische und künstlerische Werke (Urheberrecht), Erfindungen (Patente) sowie Worte, Satzteile, Symbole und Designs (Marken).

Echt und sicher

Der legale Zugang zu geschützten Werken wäre einfacher, und die Käufer hätten die Garantie, dass die von ihnen erworbenen Produkte und Dienstleistungen echt und sicher sind.

Rechte des geistigen Eigentums sind von unschätzbarem Wert für die 25 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen in Europa: Sie schützen ihre Investitionen in neue Produkte und Dienstleistungen, gewähren Zugang zu Finanzmitteln und fördern den fairen Wettbewerb.

Unternehmen und Erfinder würden von einem einfacheren Patentsystem profitieren - das aktuelle System gilt als kompliziert und teuer.

Würde der illegale Handel mit nachgeahmten und gefälschten Waren durch legalen Handel ersetzt, kämen auch mehr Steuergelder in die europäischen Staatskassen.

Vorgeschlagene Änderungen :

  • Schaffung eines einheitlichen Patentschutzes, sodass Erfinder nur einmal einen Patentantrag stellen müssten, der für die meisten EU-Länder gilt: Dadurch werden Kosten und Verwaltungsaufwand reduziert.
  • Schaffung eines moderneren Systems für den Markenschutz: einfacher, schneller, wirksamer und kohärenter.
  • Vereinfachung des Zugangs zu urheberrechtlich geschützten Werken, vor allem über das Internet und im Hinblick auf das Kulturerbe Europas.

Die Strategie sieht auch eine effizientere Politik zur Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums vor - sowohl innerhalb der EU als auch an ihren Grenzen und in Zusammenarbeit mit Nicht-EU-Ländern.

Nächste Schritte

Die Kommission wird vor 2014 genauere Vorschläge vorlegen.

2009 wurden in den EU-Ländern 118 Millionen gefälschte Artikel beschlagnahmt, von denen 18 % eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellten.

Informationen über Rechte des geistigen Eigentums

kontrastreiche Version normale Schriftgröße Schriftgröße 200 % Seite versenden Seite drucken

 

Haben Sie die gesuchten Informationen gefunden?

Ja Nein

Wonach haben Sie gesucht?

Haben Sie Vorschläge?

Nützliche Links