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Eine Weltraumstrategie für Europa - 06/04/2011

Die Vorschläge für eine EU zielen auf besser koordinierte Investitionen sowie mehr Wachstum und Beschäftigung ab.

Aus strategischen Gründen verfügt die EU bereits über eigene Programme für die Satellitennavigation und Erdbeobachtung: EGNOS, Galileo und GMES (Globale Umwelt- und Sicherheitsüberwachung).

Nun möchte die Kommission aufbauend auf diesen Programmen mit einer gemeinsamen Weltraumstrategie die Unabhängigkeit der EU und ihre Führungsrolle auf dem Gebiet der Weltraumtechnologie sichern. Dies setzt voraus, dass sich die EU einen unabhängigen Zugang zum Weltraum erhält.

EGNOS, Europas erster Beitrag zur Satellitennavigation, ist nunmehr europaweit in Betrieb und umfasst einen neuen Dienst, mit dem die Flugnavigation sicherer wird. Galileo wird Europa einen eigenen weltweiten Satellitennavigationsdienst ermöglichen, der sich nicht auf das GPS-System der USA stützt. GMES, das Erdbeobachtungssystem der EU, wird 2014 betriebsbereit sein.

Strategische Planung

In der neuen Strategie wird vorgeschlagen:

  • Galileo zu vervollständigen und GMES in Betrieb zu nehmen sowie eine Reihe neuer Dienste für Unternehmen, Regierungen und die Öffentlichkeit einzurichten,
  • GMES zu verbessern, um den Klimawandel genauer zu beobachten,
  • die Fähigkeit der EU zu stärken, ihre Meere und Grenzen zu überwachen und wirksam bei Krisen - in der EU und anderenorts - zu reagieren,
  • ein System zum Schutz der Kommunikationssatelliten und anderer wichtiger Weltrauminfrastruktur vor Weltraumtrümmern, Asteoriden und Sonnenstrahlung aufzubauen,
  • die EU in die Weltraumforschung einzubeziehen und allen EU-Ländern Zugang zur Raumfahrt und zur internationalen Raumstation zu ermöglichen,
  • zusammen mit der Europäischen Weltraumorganisation und den EU-Ländern eine Weltraumindustriepolitik zu entwickeln,
  • die Weltraumforschung und verwandte innovative Technologien finanziell stärker zu unterstützen,
  • Fortschritte in Weltraumtechnologien für Verkehr, Umwelt, Sicherheit und Verteidigung, Krisenmanagement, humanitäre Hilfe sowie die Informationstechnologien auf der Erde nutzbar zu machen.
  • die Weltraumdialoge mit strategischen Partnern wie den USA und Russland fortzusetzen, sowie weitere Gespräche mit anderen Weltraumnationen wie China aufzunehmen, um mehr Synergien freizusetzen; der Weltraum sollte fester Bestandteil der EU-Außenpolitik werden, was insbesondere Afrika zugute kommen soll.

Wirtschaftswachstum und Beschäftigung

Die Weltraumindustrie trägt unmittelbar zur EU-Strategie Europa 2020 für Wachstum und Beschäftigung bei. Bessere Systeme für Telekommunikation, Navigation und Umweltbeobachtung helfen den Unternehmen, neue, innovative Dienstleistungen zu entwickeln. Dabei entstehen hochqualifizierte Arbeitsplätze, Geschäftsmöglichkeiten und Anstöße für neue Technologien.

Die europäischen Weltraumtechnik-Hersteller erwirtschaften zurzeit mit 31 000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 5,4 Milliarden Euro. Die elf größten Satellitenbetreiber Europas beschäftigen 6 000 Personen und erzielen einen Jahresumsatz von 6 Milliarden Euro.

Nächste Schritte

Im weiteren Verlauf dieses Jahres wird die Kommission konkrete Vorschläge untersuchen, sobald die von ihr vorgelegte Strategie diskutiert wurde.

Informationen zu den Weltraumprogrammen der EU

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