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Europa hält Zeitplan für Satellitennavigation ein - 19/01/2011

Galileo, das weltweite Satellitennavigationssystem der EU, wird 2014 einsatzbereit sein. EGNOS, das die Genauigkeit des GPS in Europa verbessert, steht Landwirten und Rettungskräften bereits zur Verfügung.

Laut einem Bericht English über die beiden Satellitennavigationsprogramme der EU sind die Fortschritte bisher zufriedenstellend, und die Entschlossenheit zur Vollendung der Programme ist weiterhin vorhanden.

Die EU hatte vor zehn Jahren aus strategischen und wirtschaftlichen Gründen mit der Entwicklung ihrer eigenen Satellitennavigationsprogramme begonnen. Diese Gründe gelten nach wie vor unverändert.

Angesichts der Schlüsselrolle, die die Satellitennavigation in der modernen Gesellschaft spielt, waren die beteiligten Regierungen der einhelligen Meinung, Europa müsse seine Unabhängigkeit von den Systemen GPS (USA) und Glonass (Russland) sicherstellen.

Galileo und EGNOS (die europäische Erweiterung des geostationären Navigationssystems) sind Eigentum der EU und sollen ihre wirtschafts- und sicherheitspolitischen Bedürfnisse abdecken.

Wie das Internet dient die Satellitennavigation in zahlreichen Branchen als wirtschaftlicher Katalysator für Innovation und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Derzeit werden etwa 800 Milliarden Euro des europäischen BIP durch den Einsatz der Satellitennavigation erwirtschaftet. Der globale Markt für entsprechende Produkte und Dienste ist in den letzten Jahren um 30 % jährlich gewachsen und wird für 2020 auf 240 Milliarden Euro veranschlagt English .

Genauigkeit, Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit

EGNOS, und später Galileo, werden die Verfügbarkeit und Genauigkeit der Navigationssignale aus dem Weltraum erheblich verbessern. Die Nutzer sollen rascher zuverlässige Signale erhalten und ihren Standort auf einen Meter genau ermitteln können. GPS bietet derzeit nur eine Genauigkeit von mehreren Metern.

Eine höhere Genauigkeit, Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit ermöglichen der Wirtschaft und den Unternehmen Innovationen. Beispielsweise lassen sich die Systeme einsetzen, um die Steuerung der Verkehrs- und Notfalldienste der EU, die Strafverfolgung sowie die Sicherheit an den EU-Außengrenzen zu verbessern und Friedensmissionen sicherer zu machen.

EGNOS, das seit Oktober 2009 in Betrieb ist, ermöglicht bereits eine präzisere Aussaat und einen gezielteren Düngemitteleinsatz und trägt damit zu einem höheren Ernteertrag bei. Dieses Jahr dürfte sein Einsatz durch die europäischen Luftfahrtgesellschaften genehmigt werden, was die Sicherheit der Fluggäste erhöhen würde.

Zwei der Testsatelliten von Galileo umkreisen bereits die Erde. In diesem und im nächsten Jahr wird die EU die ersten vier betriebsfähigen Satelliten starten. Danach werden alle drei Monate zwei weitere Satelliten ins All geschickt, bis der Betrieb 2014 anläuft.

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