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Zukunftspläne für die europäische Industrie - 29/10/2010

Arbeitsplätze schaffen und den Produktionsstandort Europa halten - das ist das Ziel neuer Pläne für die EU-Industrie.

Europas Industrie wurde von der Wirtschaftskrise hart getroffen. Jetzt zeichnet sich eine Erholung ab, und die Kommission legt Pläne vor, die dafür sorgen sollen, dass der Sektor auch in Zukunft bestehen kann.

Die neue Industriepolitik basiert auf der Annahme, dass Vorstellungen von nationalen Industrien in der heutigen globalisierten Welt überholt sind. Gleichzeitig soll eine starke verarbeitende Industrie erhalten bleiben, die vielfältige gut bezahlte Arbeitsplätze bietet. Den Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft müssen wir als Chance begreifen, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

Die neue Industriepolitik ist eine von sieben "Leitinitiativen" der Strategie Europa 2020, mit der intelligentes, nachhaltiges und faires Wachstum gefördert werden soll. Ziele sind:

  • Schaffung der rechtlichen Voraussetzungen für die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen
  • Erleichterung des Zugangs zu Finanzierung für Unternehmen und Förderung der Gründung kleiner Unternehmen
  • Verbesserung der Infrastruktur für Verkehr, Energie und Kommunikation
  • effiziente und nachhaltige Versorgung mit und Verwaltung von Rohstoffen
  • Förderung von Innovationen in bestimmten Wirtschaftszweigen, beispielsweise im Bauwesen, bei Biokraftstoffen, im Straßen- und Schienenverkehr

Industriekommissar Antionio Tajani erklärte: "Es wird keine Nachhaltigkeit ohne Wettbewerbsfähigkeit geben, und es wird keine dauerhafte Wettbewerbsfähigkeit ohne Nachhaltigkeit geben. Und ohne einen Quantensprung in der Innovation wird es keines von beiden geben!"

Überprüfung der Fortschritte

Jedes Jahr werden Berichte über die Wettbewerbsfähigkeit in der EU insgesamt und in den einzelnen Mitgliedsländern erstellt. Im ersten Bericht geht es um die Lage des verarbeitenden Gewerbes in den einzelnen Ländern, die Forschung und Innovation in diesem Bereich sowie die Bemühungen um Nachhaltigkeit.

Die österreichische Wirtschaft etwa besteht zwar im Wettbewerb gut und kennt kaum Engpässe, könnte jedoch von Bildungsreformen profitieren, damit mehr Österreicher den Schritt zum Unternehmertum wagen.

Von den europäischen Erwerbstätigen der Privatwirtschaft ist ein Viertel in der verarbeitenden Industrie beschäftigt. Dort finden auch 80 % aller Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten des privaten Sektors statt.

Industriepolitik im Zeitalter der Globalisierung

Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie

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