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Sicherere Arzneimittel - 10/12/2008

Reagenzgläser ©EC

Arzneimittelunternehmen sollen mehr Informationen über verschreibungspflichtige Arzneimittel bereitstellen und Verbraucher sollen besser vor Arzneimittelfälschungen geschützt werden.

Die EU-Kommission hat verschiedene Vorschläge vorgelegt, wie die Arbeitsweise des europäischen Pharma-Marktes verbessert und außerdem gewährleistet werden kann, dass den Patienten sichere, innovative und bezahlbare Arzneimittel zur Verfügung stehen.

Laut einem Vorschlag soll die Industrie die Möglichkeit erhalten, Produktinformationen English ohne Werbezwecke im Internet oder in Publikationen zum Thema Gesundheit zu veröffentlichen. So hätten die Verbraucher Weise Zugang zu Informationen über Zusammensetzung, Verwendungszweck und Wirkung der verschiedenen auf dem Markt erhältlichen Arzneimittel. Zurzeit stehen nicht allen Europäern derartige Informationsmöglichkeiten zur Verfügung, was zum Teil an den von Land zu Land unterschiedlichen Standards liegt.

Die Europäer sollten über verfügbare Arzneimittel und Behandlungsmöglichkeiten informiert sein, „denn es geht um ihre Gesundheit“, sagte Vizepräsident Günter Verheugen, Kommissar für Unternehmen und Industrie.

Um zu gewährleisten, dass das europäische Verbot der Werbung für verschreibungspflichtige Arzneimittel nicht verletzt wird, sollen nationale Behörden die Inhalte der Informationen überwachen. Dieses Verbot soll die unsachgemäße Arzneimitteleinnahme verhindern und die Preise auf angemessenem Niveau halten.

Durch die obligatorische Anbringung von Seriennummern und die Versiegelung von Verpackungen sowie andere Sicherheitsmaßnahmen sollen die Verbraucher vor Arzneimittelfälschungen English und unsicheren Arzneimitteln geschützt werden. Arzneimittelfälschungen sind weltweit ein Problem. Überall kann es passieren, dass jemand ein Arzneimittel in täuschend echter Verpackung kauft, das jedoch nicht die erforderlichen Wirkstoffe, oder schlimmer noch, giftige Stoffe enthält.

Leider wird mit Arzneimittelfälschungen sehr viel Geld verdient: Schätzungen zufolge wird der Umsatz 2010 weltweit 58 Mrd. Euro betragen. Das entspricht gegenüber 2005 einem Anstieg von 90 %. Um diesen Geschäften endgültig einen Riegel vorzuschieben, sollen gemäß den Vorschlägen der Kommission die Arzneimittelhersteller verpflichtet werden, die Unternehmen zu überprüfen, die die Wirkstoffe für ihre Produkte herstellen. Auch die Einkäufer von Arzneimitteln würden zu einer Überprüfung ihrer Großhändler verpflichtet.

Jedes Jahr sterben in der EU rund 200 000 Menschen aufgrund von Arzneimittelunverträglichkeiten. Daher werden auch Maßnahmen zur Verbesserung und Vereinfachung des EU-Systems zur Überwachung der Sicherheit von Arzneimitteln English vorgeschlagen.

Ferner wird ein Dialog zwischen den EU-Ländern über transparentere Entscheidungen in den Bereichen Preisgestaltung und Rückzahlung sowie über die Intensivierung der pharmazeutischen Forschung angeregt. Und schließlich empfiehlt die Kommission eine bessere Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen mit den USA, Japan und Kanada.

Arzneimittel in der EU – weiterführende Informationen English.

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