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Roter Teppich für KMU - 26/06/2008

Arbeitnehmer verschiedener Berufsgruppen

Der Mittelstand – das Herz der europäischen Wirtschaft – hat oft genug mit bürokratischen und anderen Hürden zu kämpfen. Mit einer neuen Regelung sollen diese jetzt abgebaut werden.

Laut Kommissionspräsident Barroso stellt die geplante Initiative zur Förderung der kleinen und mittleren Unternehmen („ Small Business Act “) einen Meilenstein dar. In Zukunft sollen Unternehmer nicht mehr mit Bergen von Formularen, sondern auf dem roten Teppich empfangen werden.

23 Millionen kleine und mittlere Unternehmen (per Definition mit maximal 250 Angestellten) gibt es in der EU. Sie schaffen die meisten Arbeitsplätze – insbesondere in den wichtigen Industriezweigen Textil, Bau und Möbelherstellung – und gelten als Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg.

Oft genug werden sie jedoch durch administrative Hürden und Finanzierungsschwierigkeiten ausgebremst. Noch scheint Europa nicht verinnerlicht zu haben, wie wichtig der Mittelstand ist.

Die neue Initiative ist Teil der Strategie für Wachstum und Beschäftigung der Kommission. Das Gründen und Führen eines Unternehmens soll einfacher und attraktiver werden:höchstens eine Woche Wartezeit für die Gründung eines Unternehmens, höchstens einen Monat Wartezeit für Unternehmenslizenzen und -zulassungen. Hier ist die Politik gefordert!Die EU hat bereits zugesagt, die Verwaltungslast für mittelständische Unternehmen bis 2012 um 25 % zu senken.Durch dieInitiative soll das Interesse an der Unternehmertätigkeit – insbesondere auch bei jungen Menschen – gefördert werden.

Außerdem sollen mittelständische Unternehmer leichter Zugang zu Finanzmitteln erhalten – und eine zweite Chance, falls ihr Vorhaben misslingt. Die Europäische Investitionsbank will ihr Angebot zur Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen dementsprechend ausbauen.

Damit es auch mit grenzüberschreitenden Geschäften klappt, schlägt die Kommission eine neue Unternehmensform vor – die Europäische Privatgesellschaft. Unternehmensgründungen würden dann EU-weit einheitlich gehandhabt, wodurch es für Unternehmen leichter würde, Niederlassungen in anderen EU-Ländern einzurichten. Bisher agieren kleine und mittlere Unternehmen meist innerhalb der heimischen Grenzen – und das, obwohl sie mehr als 99 % aller Unternehmen in der EU ausmachen und 70 % der Arbeitsplätze stellen. Den Sprung ins Ausland wagen eher größere Unternehmen.

Gefordert wird auch mehr staatliche Unterstützung etwa für Weiterbildung, Forschung und Entwicklung. Und die Garantie für KMU, dass Rechnungen schneller bezahlt werden. Darüber hinaus könnten die Mitgliedsländer die Möglichkeit erhalten, die MwSt.-Raten für Dienstleistungen örtlicher Unternehmen zu senken.

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