Navigationsleiste

Europäische Strategie zum Schutz der Wälder - 24/09/2013

Aufgehende Sonne über einem nebligen Wald im Frühling

Mit ihrer neuen Strategie zur Waldbewirtschaftung will die EU den Schutz der Umwelt gewährleisten und gleichzeitig neue Arbeitsplätze in ländlichen Gebieten schaffen.

Entgegen dem weltweiten Trend der Entwaldung machen Wälder mehr als 42 % der Landfläche der EU aus, und auf forstliche Biomasse (hauptsächlich Holz) entfällt rund die Hälfte des EU-Gesamtverbrauchs an erneuerbarer Energie.

Um diese wichtige Ressource zu schützen und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und Arbeitsplätze zu schaffen, fordert die EU in ihrer neuen Forststrategie eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder. So soll auch die Lebensqualität der EU-Bürgerinnen und -Bürger durch ein größeres Angebot an Naherholungsmöglichkeiten verbessert und Ökosysteme, die biologische Vielfalt und die Umwelt geschützt werden.

Ganzheitlicher Ansatz

Diese Ziele sollen mit einem ganzheitlichen Ansatz erreicht werden, indem Politikbereiche wie ländliche Entwicklung, Unternehmen, Umwelt, Klimawandel, Forschung und Entwicklung sowie Bioenergie mit einbezogen werden.

„Eine nachhaltige Waldbewirtschaftung, die den Schutz der Wälder gewährleistet, ist eine tragende Säule der ländlichen Entwicklung und einer der Grundsätze der neuen Forststrategie“, so der zuständige EU-Kommissar Dacian Cioloş anlässlich der Veröffentlichung der neuen Strategie.

Dem Wald „Luft verschaffen“

Der neuen Strategie ist eine zweijährige Konsultation und Zusammenarbeit zwischen der Kommission, den EU-Ländern und Interessenträgern vorausgegangen. Die letzte EU-Forststrategie stammte aus dem Jahr 1998 und war angesichts der zunehmenden Beanspruchung der Wälder durch Wirtschaft und Freizeitindustrie sowie der politischen, ökologischen und gesellschaftlichen Veränderungen der letzten 15 Jahre nicht mehr aktuell.

In der neuen Strategie werden auch die Auswirkungen des Klimawandels auf die sensiblen Ökosysteme der Wälder berücksichtigt. So beeinflussen insbesondere steigende Temperaturen und zunehmende Dürren in Südeuropa bestimmte Baumarten in niedrig gelegenen Bergregionen.

Die Kommission hat ferner ein Konzept zur Unterstützung der Holz- und Forstwirtschaft, insbesondere der holzverarbeitenden und Papierindustrie, vorgelegt, damit diese effizienter werden. Da dieser Wirtschaftsbereich rund 3,5 Millionen Menschen in der EU Beschäftigung bietet und einen jährlichen Umsatz von fast 500 Milliarden Euro verzeichnet, spielt diese Branche bei den Bemühungen der Kommission zur Schaffung von Wachstum und Arbeitsplätzen eine zentrale Rolle.

Pressemitteilung – die neue EU-Forststrategie

Pressemitteilung – Konzept für die Holz- und Forstwirtschaft in der EU English en

kontrastreiche Version normale Schriftgröße Schriftgröße 200 % Seite versenden Seite drucken

 

Haben Sie die gesuchten Informationen gefunden?

Ja Nein

Wonach haben Sie gesucht?

Haben Sie Vorschläge?

Nützliche Links