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Kuh mit Ohrmarke in beiden Ohren © EU

Die Kommission setzt sich für den Verbraucherschutz und die korrekte Beschaffenheit abgepackter Lebensmittel ein – was auf der Packung steht, sollte auch darin enthalten sein.

Die EU-Vorschriften für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz sind eindeutig: Die Verbraucher müssen wissen, was sie kaufen, und alle Zutaten müssen auf der Verpackung angegeben sein.

Pferdefleisch konnte jedoch in Produkte gelangen, die laut Etikett Rindfleisch enthalten sollten. Dies zeigt, dass diese grundlegende Anforderung nicht überall eingehalten wurde. Pferdefleisch kann in der EU verkauft werden, es muss jedoch einfach wie jede andere Zutat auf dem Etikett angegeben werden.

Die EU-Länder treffen nun Maßnahmen, um sicherzustellen, dass alle falsch gekennzeichneten Produkte aus den Regalen verschwinden.

Die Kommission wurde erstmals am 8. Februar von den britischen Behörden über das Problem unterrichtet. Daraufhin wurde über das Informationsnetz für Lebensmittelsicherheit English eine Warnung an alle EU-Länder ausgegeben. Bei den danach vorgenommenen Untersuchungen wurde festgestellt, dass zahlreichen Fleischerzeugnissen illegal Pferdefleisch beigemischt worden war.

Was tut die EU jetzt?

Die Kommission hat einen EU-Aktionsplan erstellt. Damit soll ein einmonatiges Programm koordiniert werden, in dessen Rahmen Lebensmittel darauf überprüft werden, ob sie nicht deklariertes Pferdefleisch oder das für Pferde eingesetzte Schmerzmittel Phenylbutazon enthalten. Zum menschlichen Verzehr bestimmten Tieren darf kein Phenylbutazon verabreicht werden.

Am 15. Februar haben die nationalen Regierungen den Plan mit der Möglichkeit einer einmonatigen Verlängerung der Tests gebilligt.

Was wird die EU künftig tun?

Ab dem 13. Dezember 2014 muss nach den EU-Vorschriften auf den Etiketten auch angegeben werden, ob Proteinzusätze zu Fleischerzeugnissen von derselben Tierart stammen.

Die Kommission wird demnächst Vorschläge mit folgenden Zielen vorlegen:

  • Vereinheitlichung der Sanktionen für Betrug in der Lieferkette
  • Ausdehnung der EU-Vorschriften zur Herkunft von Lebensmitteln auf weitere Nahrungsmittel (z. B. über Eier, Honig und Rindfleisch aus Nicht-EU-Ländern hinaus) sowie sämtliche Arten von Fleisch.

Die bessere Kennzeichnung ist kein geeignetes Mittel, um zu gewährleisten, dass Lebensmittel sicher sind. Nach den gesetzlichen Vorgaben dürfen Hersteller und Einzelhändler ohnehin nur sichere Lebensmittel verkaufen.

Sie erlaubt den Verbrauchern aber, sachkundige Entscheidungen darüber zu treffen, welche Lebensmittel sie kaufen und wie sie diese sicher nutzen.

Mehr zum EU-Lebensmittelsicherheitsrecht

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