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Nahrungsmittel und Getränke aus biologischer Erzeugung – Konsultation zu den EU-Vorschriften - 16/01/2013

Biologo: 12 weiße Sterne bilden ein Blatt auf grünem Hintergrund © EU

Ihre Meinung ist gefragt: Wie lässt sich der biologische Landbau in Europa bestmöglich fördern?

Strenge EU-weite Vorschriften für Bio-Lebensmittel und -Getränke sollen das Vertrauen der Verbraucher in den Biolandbau stärken, die Biobauern in Europa unterstützen sowie einen pfleglichen Umgang mit dem Land, biologische Vielfalt und hohe Tierschutzstandards sicherstellen.

Derzeit sind rund 2 % der von EU-Verbrauchern gekauften Lebensmittel als Erzeugnisse aus biologischer Erzeugung zertifiziert, und rund 200 000 landwirtschaftliche Betriebe (entsprechend 2 % aller Betriebe) gelten als Biobetriebe.

Die Kommission sucht nun nach Wegen, die EU-Vorschriften zum Biolandbau zu verbessern und die Nachfrage nach Bioerzeugnissen weiter zu steigern. Im Rahmen dieser Bestrebungen möchten wir Ihre Meinung zu den folgenden Punkten hören:

  • Vereinfachung der Vorschriften ohne Aufweichung der erreichten Standards
  • Gewährleistung, dass genetisch veränderte Organismen (GVO) – die nach den Vorschriften verboten sind – nicht unbeabsichtigt in die Biolebensmittelkette gelangen
  • Förderung von Bioerzeugnissen durch Kennzeichnungsvorschriften (insbesondere die Verpflichtung zur Verwendung des EU-Logos auf allen Bioprodukten aus europäischer Erzeugung)
  • Verschärfung der Kontrollen zur Betrugsbekämpfung
  • Beseitigung von Schwachstellen in den derzeitigen Einfuhrvorschriften.

Die Online-Konsultation läuft bis zum 10. April 2013. Die eingegangenen Beiträge werden bei den Beschlüssen über das weitere Vorgehen als Entscheidungshilfe dienen. Die Kommission möchte gegen Ende 2013 Vorschläge zur Änderung der Vorschriften vorlegen.

Nach den geltenden Vorschriften dürfen Nahrungsmittel nur dann als Bioerzeugnisse bezeichnet werden, wenn mindestens 95 % ihrer Bestandteile landwirtschaftlichen Ursprungs nach den Grundsätzen des biologischen Landbaus erzeugt worden sind. Beim Biolandbau haben Umwelt- und Tierschutz einen hohen Stellenwert. Die Landwirte müssen auf synthetische Chemikalien wie Düngemittel, Pestizide, Zusatzstoffe und Arzneimittel verzichten oder deren Einsatz zumindest drastisch reduzieren.

Damit eingeführte Erzeugnisse als Bioprodukte bezeichnet werden dürfen, müssen die Vorschriften und die Zertifizierungsbehörden für Bioprodukte in den Erzeugerländern als den EU-Standards gleichwertig anerkannt sein.

Hersteller, die das EU-Biologo verwenden, müssen auf dem Etikett auch die Referenznummer der Zertifizierungsbehörde sowie den Namen des Erzeugers, Verarbeiters oder Vertreibers angeben, der zuletzt mit dem Erzeugnis zu tun hatte. Neben dem EU-Logo dürfen auch nationale Biosiegel verwendet werden.

Mehr zum Biolandbau in der EU

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