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Das EU-Biosiegel – ein Zeichen des Vertrauens - 04/07/2012

Biosiegel: 12 weiße Sterne bilden ein Blatt auf grünem Hintergrund © EU

Wenn Sie das grüne „Blatt“-Logo auf einer Verpackung sehen, können Sie darauf vertrauen, dass Sie biologische Lebensmittel und Getränke kaufen.

Das im Bild gezeigte Siegel muss jetzt – nach Ablauf eines zweijährigen Übergangszeitraums am 1. Juli – auf allen verpackten biologischen Lebensmittel aufgebracht sein.

Es bedeutet, dass die Lebensmittelhersteller – und die Landwirte, von denen sie die Grundstoffe bezogen haben – die strengen EU-weiten Vorschriften für biologische Lebensmittel und Getränke eingehalten haben.

Die Vorschriften – und das Siegel – sollen die Biobauern der EU fördern, ihre Sorge für das Land, die biologische Vielfalt und strenge Tierschutznormen.

Der Markt wächst seit einigen Jahren. Rund 2 % der von Verbrauchern in der EU gekauften Lebensmittel sind als biologisch/ökologisch bescheinigt, und rund 200 000 landwirtschaftliche Betriebe in der EU dürfen sich ökologische Erzeuger nennen.

Weitere Anforderungen

Hersteller, die das EU-Biosiegel verwenden, müssen auf dem Etikett auch die Referenznummer der Bescheinigungsbehörde und den Namen des Erzeugers, Verarbeiters oder Vertreibers angeben, der zuletzt mit dem Erzeugnis zu tun hatte. Neben dem EU-Siegel dürfen auch nationale Biosiegel verwendet werden.

Auf unverpackten Erzeugnissen und Importwaren ist das Siegel weiterhin nicht vorgeschrieben. Die Vorschriften anderer Länder für Bioprodukte und die entsprechenden Bescheinigungsbehörden müssen als den EU-Normen gleichwertig anerkannt sein , bevor deren biologische Erzeugnisse in die EU eingeführt werden können.

Nächste Schritte

Am 1. August treten neue Regeln für Bioweine in Kraft. Im Februar hat die EU mit den USA ein Abkommen zur gegenseitigen Anerkennung von Bioerzeugnissen unterzeichnet, das den bürokratischen Aufwand für Exporteure senkt.

Die Kommission untersucht derzeit, wie sich die „Bio-Vorschriften“ der EU weiter verbessern lassen.

Bei der biologischen Landwirtschaft liegt der Schwerpunkt auf Umwelt- und Tierschutz. Die Landwirte müssen den Einsatz synthetischer Chemikalien wie Düngemittel, Pestizide, Zusatzstoffe und Arzneimittel vermeiden oder zumindest drastisch reduzieren.

Lebensmittel dürfen nur ökologisch/biologisch genannt werden, wenn mindestens 95 % ihrer landwirtschaftlichen Ausgangsstoffe aus ökologischem Landbau stammen. Die Verwendung gentechnisch veränderter Organismen (GVO) und daraus hergestellter Erzeugnisse ist verboten.

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