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Reform der Agrarpolitik – gerechter, ökologischer, effizienter - 12/10/2011

Weinlese © EU

Geplant ist eine Umgestaltung der EU-Landwirtschaftspolitik, um die Nahrungsmittelversorgung zu sichern, die Umwelt zu schützen und für eine nachhaltige Entwicklung ländlicher Gebiete zu sorgen.

Die Reform der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2013 soll den Landwirten helfen, sich an wechselnde Marktbedürfnisse anzupassen und eine nachhaltige Nahrungsmittelversorgung zu sichern.

Die Vorschläge zielen auf eine optimale Nutzung der Mittel, indem die Landwirte angeregt werden, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Der Nutzen für die Verbraucher läge in hochwertigen Nahrungsmitteln zu gerechten Preisen.

Folgende Maßnahmen sind vorgesehen:

  • Gerechtere, einfachere und gezieltere Unterstützung: Die Einkommensgrundsicherung wird nur aktiven Landwirten gewährt und auf 300 000 Euro pro Betrieb und Jahr begrenzt. Außerdem erfolgt eine gerechtere Verteilung zwischen Landwirten, Regionen und EU-Ländern.
  • Hilfe für Landwirte, sich auf rasche Änderungen der Preise und der Nachfrage einzustellen: schnellere Unterstützung bei Wirtschaftskrisen
  • Bereitstellung von 30 % der Direktzahlungen für Landwirtschaftsbetriebe, die umweltfreundlich arbeiten: Unterstützung der Diversifizierung der Anbaukulturen sowie der Erhaltung von Dauergrünland, Naturgebieten und der Landschaft
  • Investitionen in Forschung und Innovation: Verdopplung der Mittel für FuE, Ausrichtung der Forschung an den Bedürfnissen der Landwirtschaft und beschleunigte Übertragung der Forschungsergebnisse in die landwirtschaftliche Praxis
  • Stärkung der Position der Landwirte: Förderung von Erzeugerorganisationen und von kurzen Absatzwegen zu den Verbrauchern durch Ausschaltung von Zwischenhändlern
  • Förderung des Umweltschutzes: Die Bekämpfung des Klimawandels sowie effiziente Ressourcennutzung müssen zu wichtigsten Prioritäten für den ländlichen Raum werden.
  • Anwerbung jüngerer Landwirte: Unterstützung von Landwirten unter 40 Jahren in den ersten fünf Jahren ihrer Tätigkeit
  • Förderung von Beschäftigung und Unternehmergeist im ländlichen Raum: beispielsweise Unterstützung von Projekten von Kleinstunternehmen mit bis zu 70 000 Euro über fünf Jahre
  • Verhinderung der Verödung: zusätzliche Mittel für Landwirte in Gebieten mit naturbedingten Benachteiligungen
  • Bürokratieabbau: Vereinfachung der Regeln insbesondere für Kleinlandwirte, die Pauschalzahlungen von 500 bis 1000 Euro je Betrieb und Jahr erhalten würden

Dank früherer Reformen ist der Anteil der GAP am EU-Gesamthaushalt von fast 75 % inzwischen auf 41 % gesunken. Die neuen Vorschläge sollen dafür sorgen, dass die verfügbaren Mittel gezielter und effizienter eingesetzt werden.

Nach Verabschiedung durch das Europäische Parlament und die zuständigen Minister im Rat der EU sollten die vorgeschlagenen Maßnahmen 2014 in Kraft treten.

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