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Rettung für die europäische Fischerei - 13/07/2011

Fischschwarm © istock/Dirk-Jan Mattaar

Die neuen Fangpläne sollen dafür sorgen, dass die Nachfrage gedeckt, der Lebensunterhalt der Fischer gesichert und der Erschöpfung der Fischbestände Einhalt geboten wird.

Die Vorschläge zur Reform der EU-Fischereipolitik würden eine Erholung der Fischbestände auf ein langfristig vertretbares Niveau ermöglichen und damit eine stabile Versorgung mit sicheren und gesunden Nahrungsmitteln gewährleisten.

Sie sollen die Fischereiwirtschaft erneut profitabel machen, ihre Abhängigkeit von Zuschüssen beenden und neue Beschäftigungs- und Wachstumsmöglichkeiten in Küstengebieten schaffen.

Es gilt, rasch zu handeln. Zwar haben die derzeitigen Maßnahmen der EU die Gefahr für einige Fischbestände verringert, doch kommerzielle Trawler fangen die Fische immer noch schneller, als diese sich vermehren können.

Das Ergebnis überrascht nicht: Drei von vier Fischarten sind inzwischen überfischt, was das gesamte Meeresökosystem bedroht. Die Fischerei wird immer weniger rentabel und steht vor einer ungewissen Zukunft.

Schätzungen zufolge würden die neuen Maßnahmen zu einem Anstieg der Fischbestände um 70 % führen. Die Fangerträge würden insgesamt um rund 17 % steigen und die Fischerei profitabler machen.

Im Einzelnen sehen die Vorschläge English Folgendes vor:

  • Fischbewirtschaftung auf der Grundlage langfristiger Ziele und der besten verfügbaren wissenschaftlichen Gutachten;
  • Festlegung von Fangquoten derart, dass alle Fischbestände bis 2015 ein nachhaltiges Niveau erreichen und die EU somit ihre internationalen Verpflichtungen erfüllt;
  • Verpflichtung der Fischer, allen gefangenen Fisch an Land zu bringen und damit Verbot, unerwünschte Fänge über Bord zu werfen;
  • Abbau der Flottenüberkapazität durch Marktmaßnahmen statt durch Subventionen; so könnten etwa die Fischer einzelne Fangquoten untereinander aushandeln;
  • Unterstützung der handwerklichen Fischerei bei der Anpassung an die Veränderungen;
  • Erweiterung der Befugnisse der EU-Länder für Erhaltungsmaßnahmen, so dass diese auf die regionalen und lokalen Bedürfnisse zugeschnitten werden können; auch sollten die Fischer selbst über Flottengrößen und Fischlieferungen beschließen können;
  • Unterstützung nachhaltiger Fischzuchtanlagen zur Befriedigung der Nachfrage;
  • bessere Information der Verbraucher über Qualität, Herkunft und nachhaltige Produktion der gekauften Meerestiere.

Nur noch umweltfreundliche Fischereiprojekte erhalten künftig finanzielle Unterstützung durch die EU. Strenge Kontrollen werden dafür sorgen, dass Regelverletzer oder Projekte, die zu Überkapazitäten führen, nicht mehr finanziert werden.

Außerdem plant die Kommission, die Erhaltung der Fischereiressourcen auf internationaler Ebene durch Abkommen der EU mit anderen Ländern zu fördern.

Die nächsten Schritte

Dei Vorschläge werden jetzt dem Europäischen Parlament und den Regierungen der EU-Länder zur Beratung vorgelegt.

Mehr zur EU-Fischerei

Mehr zur Reform der EU-Fischereipolitik

Reform der gemeinsamen Fischereipolitik: Lasst uns darüber reden! English

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