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Wie soll es mit der Landwirtschaft in Europa weitergehen? Ihre Ideen sind gefragt! - 13/04/2010

Ein Landwirt füttert seine Kühe © EU

Für 2013 plant die EU eine umfassende Reform ihrer Landwirtschaftspolitik. Zur Vorbereitung dieser großen Aufgabe ruft sie nun zu einer öffentlichen Diskussion auf.

Diese Woche hat die Kommission angekündigt, ihre Agrarpolitik im Einklang mit der neuen langfristigen Wirtschaftsstrategie der EU überarbeiten zu wollen.

In einer Rede vor dem Europäischen Parlament erklärte Landwirtschaftskommissar Dacian Cioloş, die Landwirtschaft stehe vor großen Herausforderungen. Er denke dabei an den Klimawandel, Probleme bei der Versorgung mit Lebensmitteln, Ressourcenengpässe und Belastung der Wirtschaft in ländlichen Gebieten.

Sobald die Kommission die Kommentare der Bevölkerung gesichtet hat, wird sie gegen Ende des Jahres ihre eigenen Vorschläge vorlegen. Diese sollen nach Ablauf des derzeitigen Finanzierungsprogramms im Jahr 2013 in Kraft treten.

Die Kommission hofft, bis zum Ende der Konsultation im Juni auf zahlreiche Beiträge nicht nur von Landwirten, sondern auch von Verbrauchern, Umweltaktivisten und Tierschutzvereinen.

Derzeit arbeitet die EU an einem 10-Jahres-Wirtschaftsplan, der Strategie Europa 2020. Von ihr werden weitreichende Auswirkungen auf die Landwirtschaft erwartet - zum Teil aufgrund des Schwerpunkts emissionsarme Wirtschaft.

Die Landwirtschaftspolitik der EU - die GAP - soll den Landwirten einen angemessenen Lebensstandard garantieren, eine ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln zu fairen Preisen sicherstellen und das ländliche Kulturerbe Europas erhalten. Für die Landwirtschaft stehen jährlich rund 55 Milliarden Euro zur Verfügung - etwa 40 % des EU-Haushalts. Der überwiegende Teil wird in Form von Zuschüssen direkt an die Landwirte ausgezahlt. In Europa sind ungefähr 5 % der erwerbstätigen Bevölkerung in der Landwirtschaft beschäftigt.

In den letzten Jahrzehnten hat die EU ihre Landwirtschaftspolitik gründlich umgekrempelt. So hat sie an die Produktionsmenge gekoppelte Beihilfen abgeschafft und den Landwirten mehr Freiheit eingeräumt, den Erfordernissen des Marktes entsprechend zu produzieren.

Laut einer vor kurzem durchgeführten Umfrage der EU findet die Landwirtschaftspolitik in weiten Teilen der Bevölkerung Unterstützung. Sechs von 10 Befragten erklärten, sie hielten die derzeitige Höhe der Ausgaben für angemessen oder sogar noch zu gering.

Zur Begründung der Reform wies Kommissar Cioloş darauf hin, dass viel auf dem Spiel steht: "Die weltweiten Ereignisse der letzten beiden Jahre reichen aus, um uns daran zu erinnern."

Weltweit stiegen die Lebensmittelpreise 2008 plötzlich sprunghaft an und lösten in vielen Ländern Proteste aus. Und letztes Jahr gingen die europäischen Milchbauern auf die Straße, um ihrem Ärger über die ins Bodenlose sinkenden Milchpreise Luft zu machen.

Die Gemeinsame Agrarpolitik nach 2013 - Ihre Ideen sind gefragt!

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