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Surfer von Haien attackiert - so oder ähnlich lauten Schlagzeilen, die gerade in der Sommerzeit immer mal wieder in den Zeitungen auftauchen. Und doch sind es die Haie, die unseren Schutz benötigen, denn ein Drittel der im offenen Meer lebenden Haifischarten sind vom Aussterben bedroht.

Hierzulande erfreuen sich Haie keines besonders guten Rufes. Sie sind nicht gerade beliebt und werden bestenfalls als "exotisch" betrachtet. Oft wird ihnen jedoch übel mitgespielt. So wurden in Mexiko 30 gefrorene Haie gefunden, deren Mägen mit Kokain gefüllt waren. Und in Fernost gilt Haifischflossensuppe als besondere Delikatesse, für deren Herstellung viele Haie ihr Leben lassen müssen. Beim so genannten "Shark Finning" werden ihnen die Rückenflossen abgeschnitten und die noch lebenden Tiere wieder zurück ins Meer geworfen, wo sie elendig verenden. Dabei gibt es keinerlei Einschränkungen bezüglich der Größe, des Alters oder der Art des Hais.

Weltweit versuchen die Fangflotten den stetig steigenden Bedarf zu decken. Dies führt zur Überfischung der Haibestände, von der sie sich aufgrund ihrer langen Lebenszeit, der späten Geschlechtsreife und den niedrigen Reproduktionsraten nur schwer erholen können.

Die Gefahr, dass die Tiere aussterben, wächst.

Die Weltnaturschutzunion (IUCN) hat eine weltweit gültige Liste bedrohter Arten erstellt, in der der Große Hammerhai, der Bogenstirn-Hammerhai und der Meeresteufel als besonders gefährdete Arten genannt werden.

Laut IUCN ist ein koordinierter, internationaler Schutzplan dringend erforderlich. Daher hat der EU-Kommissar für Maritime Angelegenheiten und Fischerei Joe Borg einen Aktionsplan für die Erhaltung und Bewirtschaftung der Haibestände vorgestellt, dem die EU-Mitglieder im April zugestimmt haben.

Der Plan dient dem Schutz aller Knorpelfische - also nicht nur von Haien sondern auch Rochen und Seekatzen -, die insgesamt über 1 000 Arten umfassen. In der EU ist das "Shark Finning" bereits seit einigen Jahren verboten. Mit dem Aktionsplan sollen nun strengere Überwachungsmaßnahmen eingeführt werden. Diese sollen dem gesamten Meeresökosystem zu Gute kommen, das unter der immer intensiveren Befischung leidet.

Ende dieses Jahres wird die Hai-Sachverständigengruppe der IUCN einen aktualisierten Bericht zur Lage der 400 Knorpelfischarten veröffentlichen.

Fragen und Antworten zum EU-Aktionsplan für Haie Englishfrançais

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