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Zum Kauf angebotene Tomaten und Zucchini © EC

Durch das Warnsystem der EU werden gefährliche Lebensmittel aus dem Verkehr gezogen, noch bevor sie auf unserem Teller landen.

Es heißt, das einzige, was schlimmer ist als einen Wurm im Apfel zu finden, ist einen halben Wurm im Apfel zu finden. Dabei ist ein Wurm im Obst etwas Natürliches und ein Anzeichen dafür, dass der Apfel biologisch angebaut wurde. Verunreinigungen anderer Art können sich jedoch als gefährlich herausstellen. Beispiele aus der Vergangenheit sind Dioxine oder Melamin in chinesischer Babynahrung.

Damit gefährliche Lebens- und Futtermittel gar nicht erst auf den Markt gelangen, hat die EU vor nunmehr 30 Jahren ein Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF) English eingerichtet, das es den EU-Ländern ermöglicht, in kürzester Zeit Informationen über potenziell gefährliche Produkte auszutauschen und umgehend darauf zu reagieren.

Wenn Probleme frühzeitig erkannt und die entsprechenden Informationen weitergeleitet werden, ist es einfacher, diese Produkte in der gesamten EU rasch vom Markt zu nehmen, auf den sie im Idealfall gar nicht erst gelangen. Die Behörden der Mitgliedsländer werden auch über eingeführte Produkte informiert, denen die Einfuhr in die EU aus Sicherheitsgründen verwehrt wird.

2008 wurden 7000 Warnungen ausgesprochen, genauso viele wie 2007. Doch 2008 mussten nur 528 Produkte tatsächlich vom Markt genommen werden – halb so viele wie noch 2007. Daraus kann man schließen, dass die gefährlichen Produkte schneller und noch vor ihrem Verkauf erkannt werden. Rund 62 % der Warnhinweise wurden für Produkte mit Ursprung in der EU ausgegeben. Die häufigste Ursache hierfür waren pathogene Mikroorganismen und Mykotoxine.

Am 16. Juli wurde in Brüssel bei einer Konferenz English der 30. Jahrestag des Schnellwarnsystems gefeiert. Die Teilnehmer erörterten Verbesserungsmöglichkeiten und prüften, wie das System auf andere Länder ausgeweitet werden könnte. Die EU hat bereits Mittel für die Einrichtung eines Schnellwarnsystems in Südostasien bereitgestellt und Fortbildungsseminare in anderen Ländern veranstaltet, um sie bei der Einrichtung nationaler Warnsysteme zu unterstützen. Schlussendlich sollen alle nationalen und regionalen Warnsysteme weltweit in einem einzigen Netz zusammengefasst werden.

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