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Der Überfischung einen Riegel vorschieben - 14/11/2008

Entleerung eines Netzes an Bord eines Fangschiffes © EC

Mit neuen Maßnahmen will die EU dafür sorgen, dass die Fischereivorschriften allgemein eingehalten werden.

Für die Fischerei in der EU gelten bestimmte Regeln, die eine Überfischung der Bestände und Schäden am Ökosystem der Meere verhindern sollen. Die EU-Mitgliedstaaten müssen dafür sorgen, dass diese Regeln eingehalten werden. Ein neuer Vorschlag zielt auf eine wirksamere Durchsetzung der Vorschriften ab.

Kontrollverfahren zur Überprüfung der Fänge – einschließlich Inspektionen – werden harmonisiert, um eine EU-weit einheitliche Anwendung der Regeln zu gewährleisten. Überprüfungen erfolgen an jedem Punkt der Handelskette, bevor der Fisch auf den Teller kommt – auf See, im Hafen, während des Transports und auf dem Markt.

Vereinfachte Vorschriften und EU-weit einheitliche Sanktionen für illegales Fischen sollen die Befolgung der Regeln erleichtern. Bei wiederholten Verstößen kann die Fanglizenz entzogen werden. Die Änderungen sollen zu einer Kultur der Rechtstreue beitragen, so dass sich alle, die in diesem Wirtschaftszweig arbeiten, für dessen Zukunft verantwortlich fühlen.

„Soll es auch künftig nachhaltige Fischereien geben, müssen wir die heutige ineffiziente, kostenaufwändige und komplexe Regelung durch eine neue ersetzen, die echte Ergebnisse bringt“, erklärte Fischereikommissar Joe Borg. „Ich glaube, dass dieser Vorschlag allen Beteiligten die Instrumente an die Hand gibt, die sie für diese Aufgabe brauchen.“

Der Vorschlag gibt der Kommission mehr Möglichkeiten sicherzustellen, dass die EU-Staaten die Fischereipolitik wirksam durchsetzen. So könnte sie Fischereien leichter schließen und den EU-Mitgliedstaaten finanzielle Sanktionen auferlegen.

Die meisten Bestände wurden 2008 erneut überfischt, wie aus den kürzlich von der Kommission veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Bestehende Fangquoten sollen die Überfischung verhindern und eine Erholung empfindlicher Bestände wie Kabeljau, Schellfisch und Wittling ermöglichen.

Die 27 Fischereiminister der EU werden diese Vorschläge bei ihrem Treffen im Dezember erörtern.

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