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Mehr Arme in Europa sollen Lebensmittelhilfe erhalten - 17/09/2008

Karton mit Kohlköpfen zwischen anderen Kartons in einem Lebensmittellager

Mehr Geld für das Programm zur Verteilung von Nahrungsmitteln an Bedürftige – das ist der Wunsch der Kommission.

Das EU-Programm zur Verteilung von Nahrungsmitteln besteht bereits seit 1987. Während jedoch aufgrund der hohen Nahrungsmittelpreise immer mehr Familien bedürftig werden, haben die laufenden Reformen der Gemeinsamen Agrarpolitik dazu geführt, dass die europäische Landwirtschaft so wenige Überschüsse erzeugt wie nie zuvor – Überschüsse, die früher kostenlos verteilt werden konnten.

Gemäß dem Vorschlag der Kommission soll der Haushalt für Nahrungsmittelhilfe ab 2009 um zwei Drittel auf ungefähr 500 Mio. € angehoben werden, um noch mehr bedürftige Familien in Europa zu erreichen. Zunächst würde die EU 75 % der Kosten (85 % in ärmeren Regionen) übernehmen, doch ab 2015 wären die Kosten zur Hälfte von den Mitgliedstaaten selbst zu tragen, in ärmeren Regionen noch zu 25 %.

Die Länder könnten auch – abhängig vom lokalen Bedarf und von Nährwerterwägungen – selbst entscheiden, welche Nahrungsmittel sie verteilen wollen. Nahrungsmittel-Verteilungspläne für jeweils drei Jahre müssten die Kontinuität gewährleisten und für eine bessere Verwaltung sorgen.

Als die europäische Landwirtschaft noch mehr Nahrungsmittel erzeugte, als die Bevölkerung in Europa verzehren konnte, war die Verteilung der Überschüsse an Bedürftige eine sinnvolle Lösung – vor allem im harten Winter 1987. Seither wurden Nahrungsmittelüberschüsse karitativen Organisationen und Sozialdiensten in den einzelnen EU-Ländern zur Verfügung gestellt. Ab Mitte der 90er Jahre wurden die sinkenden Bestände durch Ankäufe auf dem Lebensmittelmarkt ergänzt.

2006 half das Programm mehr als 13 Millionen Menschen in der EU. Es leben jedoch schätzungsweise 43 Millionen Menschen am Existenzminimum; das heißt, sie können sich nicht einmal jeden zweiten Tag eine Mahlzeit mit Fleisch, Huhn oder Fisch leisten. Hilfsleistungen erhalten Menschen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen, z. B. benachteiligte Familien, ältere Menschen, Obdachlose, Behinderte oder Asylbewerber.

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