Meeresbeckenstrategie: Schwarzes Meer
Schwarzes Meer
 

Das Schwarze Meer hat Küsten an sechs Ländern, darunter die EU-Mitgliedsländer Bulgarien und Rumänien. Für mehr Kohärenz und Koordinierung zwischen den wichtigsten Wirtschaftszweigen in der „blauen Wirtschaft“ sucht die Europäische Kommission den Dialog mit den Beteiligten aus Wirtschaft und Regierungen, baut entsprechende Kapazitäten auf und unterstützt die Zusammenarbeit in meeresbezogenen und maritimen Angelegenheiten.

Aufbauend auf dem Erfolg des ersten Dialogs über die integrierte Meerespolitik mit den bulgarischen und rumänischen Interessenträgern im Jahr 2011 und der Konferenz hochrangiger Interessenträger am Schwarzen Meer in Bukarest (Rumänien) im Jahr 2014 wird die Europäische Kommission mit Fachleuten und Unternehmern aus dem Schwarzmeerbecken zusammenarbeiten, um gemeinsam zu erörtern, wie sie ihr Potenzial zur nachhaltigen wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in den Küstengebieten ausschöpfen können. Diesem Zweck diente auch die zweite Konferenz für Interessenträger am Schwarzen Meer, die im März 2015 in Sofia (Bulgarien) stattfand.

In der Zwischenzeit findet eine Sondierungsmission (Durchführbarkeitsstudie) statt, in deren Rahmen der Stand der maritimen Angelegenheiten in den Küstenländern bewertet, eine Strategie für die Zusammenarbeit in dem Meeresbecken zur Bewusstseinsbildung hinsichtlich der integrierten Meerespolitik entworfen und Kapazitäten der öffentlichen Hand ausgebaut werden sollen. Ein erstes Konzeptpapier pdf - 2 MB [2 MB] Alle verfügbaren Übersetzungen. liegt vor, über das derzeit mit den Küstenländern und regionalen Organisationen gesprochen wird.

Die Kommission unterstützt außerdem die Arbeit von zehn Forschungsinstituten und öffentlichen Interessenträgern aus allen Ländern des Schwarzmeerraums, um die von ihnen in den letzten Jahren erfassten Daten zu bündeln und eine einheitliche digitale Karte des Meeresbodens zu gestalten, mit Angaben zu Geologie, Biotopen und Lebewesen im Schwarzen Meer. Eine erste Ausgabe dieser Karte wird für 2016 erwartet.

Weitere Studien wurden in Auftrag gegeben, um die für eine engere Zusammenarbeit auf Meeresbeckenebene geeigneten Bereiche und das Potenzial maritimer Cluster auszuloten. Die Ergebnisse sind bereits auf der Website des Maritimen Forums veröffentlicht (siehe unten). Als Folgemaßnahmen wurden bereits zwei Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen veröffentlicht.

Regionale Zusammenarbeit

Die von der EU ins Leben gerufene Schwarzmeersynergie ist eine Initiative für die regionale Zusammenarbeit mit und zwischen den Schwarzmeeranrainerstaaten. Sie wurde als flexibler Rahmen geschaffen, um mehr Kohärenz, politische Hilfestellung und auch einen integrierteren Ansatz zu fördern.  In Zusammenarbeit mit dem Europäischen Auswärtige Dienst hat die Europäische Kommission 2015 ein gemeinsames internes Arbeitsdokument pdf - 531 KB [531 KB] Alle verfügbaren Übersetzungen. zur Umsetzung der Schwarzmeersynergie im Zeitraum 2009 bis 2014 herausgegeben. Das Dokument beschreibt die beachtlichen Fortschritte in den meisten Bereichen der Zusammenarbeit im Schwarzen Meer, darunter die integrierte Meerespolitik.
 
Überdies hat die EU Beobachterstatus in zwei regionalen Organisationen:

Finanzierung von Projekten für das Schwarze Meer

Marine und maritime EU-finanzierte Projekte finden sich in unterschiedlichen Politikbereichen und werden daher aus verschiedenen EU-Fonds gefördert. Vor allem das Instrument für Heranführungshilfe (IPA)und das Europäische Nachbarschafts- und Partnerschaftsinstrument (ENPI) sind wichtige Finanzquellen für Maßnahmen in dieser Region.

Das ENPI finanziert das gemeinsame operationelle Programm für den Schwarzmeerraum 2007–2013 für eine stärkere und nachhaltigere wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Region.

Die drei spezifischen Ziele des Programms sind:

  • Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in den Grenzregionen
  • Zusammenarbeit bei gemeinsamen Herausforderungen
  • Unterstützung lokaler Zusammenarbeit zwischen den Menschen

Im Rahmen der EU-Initiative Horizont 2020 wurde 2014 eine zielgerichtete Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für die Schwarzmeerregion in Höhe von 1,5 Millionen Euro veröffentlicht. Ein Projekt, mit dem ein selbsttragendes Netz von Forschungsinstituten, Hochschuleinrichtungen, Denkfabriken und Agenturen für die Umsetzung in der Region geschaffen werden soll, erhielt den Zuschlag. Mit dem Projekt Schwarzmeerhorizont sollen die Ressourcen der Küstenstaaten und ihrer Nachbarländer für Projekte von gemeinsamem Interesse in Forschung, Technologie und Innovation gebündelt werden. Es wird über die kommenden 36 Monate durchgeführt.

Infografik „blaues“ Wachstum

Weitere Informationen

Mitteilungen der Kommission

Entschließungen des Parlaments

Maritimes Forum (maritimes Inventar)

Europäischer Meeresatlas

Maritime Angelegenheiten

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