Maritime Raumplanung

1. Worum geht es?

Finnland © Lionel Flageul

Bei der maritimen Raumordnung geht es um die Planung, wann und wo menschliche Tätigkeiten auf See stattfinden, um zu gewährleisten, dass diese so effizient und nachhaltig wie möglich sind. Im Sinne der Transparenz sind Interessenträger an der Planung der maritimen Tätigkeiten beteiligt (siehe auch Integriertes Küstenzonenmanagement).

Im März 2013 hat die Kommission eine Richtlinie zur Schaffung eines gemeinsamen Rahmens für maritime Raumordnung und integriertes Küstenzonenmanagement pdfvorgeschlagen. Während jedes EU-Land seine eigenen maritimen Tätigkeiten planen kann, würde die lokale, regionale und nationale Planung in gemeinsam genutzten Meeren durch eine Reihe von gemeinsamen Mindestanforderungen besser abgestimmt.

2. Warum braucht die EU Regeln für die maritime Raumordnung?

Die Konkurrenz um Meeresraum – für Anlagen erneuerbarer Energien, Aquakultur und andere Wachstumsbereiche – zeigt den Bedarf an einem wirksamen Management, um potenziellen Konflikten vorzubeugen und Synergien zwischen verschiedenen Tätigkeiten zu schaffen.

3. Was sind die Nutzen der maritimen Raumordnung?

Nutzen der maritimen Raumordnung:

  • Reduzierung von Konflikten zwischen Wirtschaftsbereichen und Schaffung von Synergien zwischen verschiedenen Tätigkeiten;
  • Förderung von Investitionen, indem Vorhersehbarkeit, Transparenz und klarere Regeln eingeführt werden. Dies wird zur Entwicklung von erneuerbaren Energieträgern und Netzen, zur Einrichtung geschützter Meeresgebiete und zur Förderung von Investitionen in Öl und Gas beitragen;
  • Verbesserung der Koordinierung zwischen den Behörden in den einzelnen Ländern durch den Einsatz eines einheitlichen Instruments, das es erlaubt, die Entwicklung verschiedener maritimer Tätigkeiten einfacher und kostengünstiger aufeinander abzustimmen;
  • Verstärkung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen EU-Ländern bei Kabelverlegung, Pipelines, Schifffahrtswegen, Windkraftanlagen usw.;
  • Umweltschutz durch eine frühzeitige Ermittlung von Auswirkungen und Chancen für die vielfältige Raumnutzung.

Offizielle Texte

Weitere Informationen

Projekte

Europäischer Meeresatlas - Maritime Raumplanung

  • MASPNOSE – vorbereitende Maßnahme für die maritime Raumordnung in der Nordsee (2010–2012)
  • Plan Bothnia – vorbereitende Maßnahme für die maritime Raumordnung in der Ostsee (2010–2012)
  • BaltSeaPlan – Projekt für den Ostseeraum: „Einführung der maritimen Raumordnung in der Ostsee“ (2009–2012)
  • Grenzübergreifende Raumordnung im europäischen Teil des Atlantik (TPEA) – Projekt zur maritimen Raumordnung im Atlantik einschließlich der Keltischen See und des Golfes von Biskaya (2012–2014)
  • ADRIPLAN - ADRiatic Ionian maritime spatial PLANning (2013-2015)

Workshops

Maritimes Forum

Maritime Angelegenheiten

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