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Golf von Biskaya und iberische Gewässer

Übersicht

Die Biskaya und die Iberische Küste erstrecken sich von der südlichen Bretagne bis nach Südspanien und sind Teil der Route, die den Ärmelkanal mit dem Mittelmeer und Afrika verbindet. Hier liegt die Wiege der europäischen Seemacht: Von der portugiesischen und spanischen Küste aus stachen im 15. und 16. Jahrhundert mutige Entdecker in See – auf der Suche nach neuen Horizonten.

Heute gibt es in der Region keine wirklich großen Frachthäfen mehr, und die Einfuhr von Brennstoffen stellt den größten Anteil am Schiffsverkehr dar. Die Fischwirtschaft ist nach wie vor aktiv, wobei in der Biskaya eher nichtindustrielle Fischerei und in der Bretagne und Galicien Hochseefischerei betrieben wird. Ferner gibt es in der Region viele Fisch- und Muschelzuchtbetriebe. Auch der Badetourismus spielt eine wichtige Rolle.

Golf von Biskaya und iberische Gewässer.

Bevölkerung

Lissabon ist die größte Stadt (circa 3 Millionen Einwohner), gefolgt von Porto (1,7 Millionen), Sevilla (1,5 Millionen) und Bilbao (rund 1 Million Einwohner).

Exploitation of resources

Die Fischerei ist die Speerspitze der Wirtschaftstätigkeit in Galicien (Spanien), der Süd-Bretagne (Frankreich), im Baskenland (Frankreich-Spanien) und der Region Lissabon (Portugal). Die jährlichen Fangquoten betragen 560 000 Tonnen (2007). Die am häufigsten gefischte Art ist die Sardine, gefolgt von der Makrele, der spanischen Makrele, dem blauen Wittling, dem Chinchard, dem Seehecht und dem weißen Thunfisch.

Dazu kommen die Anlandungen der Hochseefischerei mit ihren größten Zentren in: Vigo (Spanien), erster europäischer Fischereihafen (700 000 Tonnen), Lorient (Frankreich), Lissabon (Portugal), Pasajes (Spanien) oder der Thunfischhafen Concarneau (Frankreich). Die marine Aquakultur hat sich dort seit vielen Jahren entwickelt, es entstanden Produktionsstandorte von allergrößter Bedeutung: Muscheln und Turbutt in Galicien, Austern in der Region Poitou-Charentes, die Aufzucht von Wolfsbarsch und Brasse in Kantabrien.

Dazu kommen die Anlandungen der Hochseefischerei mit ihren größten Zentren in: Vigo (Spanien), erster europäischer Fischereihafen (700 000 Tonnen), Lorient (Frankreich), Lissabon (Portugal), Pasajes (Spanien) oder der Thunfischhafen Concarneau (Frankreich). Die marine Aquakultur hat sich dort seit vielen Jahren entwickelt, es entstanden Produktionsstandorte von allergrößter Bedeutung: Muscheln und Turbutt in Galicien, Austern in der Region Poitou-Charentes, die Aufzucht von Wolfsbarsch und Brasse in Kantabrien.

Güterverkehr

In der Region befinden sich keine sehr großen Handelshäfen, doch mehrere mittlere Häfen. Die Hauptumschlaggüter sind Energieprodukte, Gas, Öl und Kohle. Darüber hinaus umfasst der Handel auch Metallerzeugnisse, Chemieprodukte, Soja, Nudel- und Papiererzeugnisse und Container.

Tabelle: Die großen Atlantikhäfen Europas – Südlicher Atlantik

Allgemeiner Verkehr (1)

Containerverkehr (2)

Mittelgroße Häfen

Bilbao (Spanien)

Nantes-St Nazaire (Frankreich)

Sines (Portugal)

Huelva (Spanien)

Gijon (Spanien)

40

34

26

22

20

0.55

0.15

?

-

2.6

(1) In Millionen Tonnen - Angaben 2007 - Quelle: Porto d’Estado (Spanien), Le Marin (Frankreich), IPTM (Portugal)

(2) In Millionen TEU (Twenty-foot Equivalent Unit, Standardcontainer) - Angaben 2007, auf Zehntausend gerundet - Quelle: Porto d’Estado (Spanien), Le Marin (Frankreich), IPTM (Portugal)

Passagierverkehr

Es bestehen verschiedene Autofährverbindungen zwischen der spanischen Küste (Bilbao, Santander, Gijón und Vigo) und britischen und französischen Häfen. Die Linien Bilbao-Portsmouth und Santander-Plymouth befördern jeweils zwischen 140 und 150 000 Passagiere jährlich.

Tourismus

Der Fremdenverkehr ist eine wichtige Wirtschaftsaktivität an der gesamten Küste, von der Süd-Bretagne bis Andalusien. An der französischen Atlantikküste herrschen verschiedenen Formen des Tourismus vor: Sport-, Gastronomie- und Badetourismus.

In Portugal (Lissabon und seine Küsten) und im Südwesten der Insel gibt es in erster Linie Badetourismus, während an der spanischen Atlantikküste Wandern und Kultur die Touristen anziehen. Außerdem fällt der Kreuzschifffahrt in Lissabon eine wichtige Rolle zu (270 000 Passagiere im Jahr 2007).

In Portugal (Lissabon und seine Küsten) und im Südwesten der Insel gibt es in erster Linie Badetourismus, während an der spanischen Atlantikküste Wandern und Kultur die Touristen anziehen. Außerdem fällt der Kreuzschifffahrt in Lissabon eine wichtige Rolle zu (270 000 Passagiere im Jahr 2007).

Maritime Sicherheit

Der Seeverkehr ist sehr dicht, insbesondere auf der Route, die die Linie vom Ärmelkanal bis zur Meerenge von Gibraltar verlängert. 45 000 Schiffe passieren pro Jahr die Küsten von Galizien, an der 3 Koordinationszentren für Seenotrettung liegen. Lissabon ist Sitz der Europäischen Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs.

Verteidigung

Der Golf von Biskaya und die iberischen Gewässer sind durch militärische Präsenz gekennzeichnet, insbesondere ab der amerikanisch-spanischen Militärbasis in Rota (Cadiz), wo vor allem Amerikas „VIth Fleet“ liegt.

Umwelt

Wasserverschmutzung ist hier ein geringeres Problem als in anderen Regionen. Hauptverursacher für die Verschmutzung des Meeres und der Küsten ist der Seeverkehr, der für unfallbedingte Verschmutzung und absichtliches Verklappen verantwortlich ist.

Galizien und die Süd-Bretagne waren bereits mehrmals Opfer schwarzer Ölteppiche. In den Flussmündungsgebieten und -buchten (rias) der Region gibt es zahlreiche Meeresschutzgebiete, die bereits bestehen oder geplant sind. Bis zum Kontinentalabhang erstrecken sich mehrere Gebiete, die vor der Küste Galiziens und der Algarve Unterwassergebirge bilden.
Galizien und die Süd-Bretagne waren bereits mehrmals Opfer schwarzer Ölteppiche. In den Flussmündungsgebieten und -buchten (rias) der Region gibt es zahlreiche Meeresschutzgebiete, die bereits bestehen oder geplant sind. Bis zum Kontinentalabhang erstrecken sich mehrere Gebiete, die vor der Küste Galiziens und der Algarve Unterwassergebirge bilden.

Forschung

Im Golf von Biskaya und den iberischen Gewässern sind zahlreiche polyvalente Meeresforschungszentren (Lissabon) bzw. Zentren für Fischerei und Aquakultur oder Meeresbiologie (Vigo, Nantes, Lorient, Cadiz) angesiedelt.

Lenkungsstrukturen

Ein großer Teil dieser Meeresregion gehört zu den ausschließlichen Wirtschaftszonen Frankreichs, Spaniens und Portugals, die sich auf 200 Küstenmeilen erstrecken, während die Breite der territorialen Gewässer dieser drei Staaten nur 12 Meilen umfasst. Ein großer Teil der Biskaya liegt in internationalen Gewässern.

Die Europäische Union ist für die Fischbewirtschaftung in den europäischen Gewässern zuständig und konsultiert den Regionalen Beirat für die südwestlichen Gewässer im Rahmen der Gemeinsamen Fischereipolitik. Die internationalen Gewässer fallen in den Zuständigkeitsbereich der Internationalen Kommission für die Nordostatlantische Fischerei, der Organisation zur Lachserhaltung im Nordatlantik und der Internationalen Kommission für die Erhaltung der Thunfischarten des Atlantik für Thunfisch, Schwertfisch und Haie.

Was den Meeresumweltschutz betrifft, fällt diese Region auch unter das Übereinkommen zum Schutz der Meeresumwelt des Nordostatlantiks (OSPAR).

Die Europäische Union ist für die Fischbewirtschaftung in den europäischen Gewässern zuständig und konsultiert den Regionalen Beirat für die südwestlichen Gewässer im Rahmen der Gemeinsamen Fischereipolitik. Die internationalen Gewässer fallen in den Zuständigkeitsbereich der Internationalen Kommission für die Nordostatlantische Fischerei, der Organisation zur Lachserhaltung im Nordatlantik und der Internationalen Kommission für die Erhaltung der Thunfischarten des Atlantik für Thunfisch, Schwertfisch und Haie.

Was den Meeresumweltschutz betrifft, fällt diese Region auch unter das Übereinkommen zum Schutz der Meeresumwelt des Nordostatlantiks (OSPAR).

Physische Daten

Dieses Gebiet des Atlantischen Ozeans ist an drei Seiten weit geöffnet und umfasst das gesamte Gebiet des Golfs von Biskaya, der Spitze der Bretagne bis nach Galicien und setzt sich bis zur Meerenge von Gibraltar fort.

Es entspricht der breiten Kontinentalplatte im Westen Frankreichs im atlantischen Ozean und der schmaleren Platte der iberischen Halbinsel. Dieses Gebiet umfasst auch die Tiefsee-Ebenen am Fuß des Kontinentalabhangs, die in Spanien und Portugal eine Breite von 4 800 m erreichen. Vor diesen Küsten liegen wenige Inseln, die alle der französischen Atlantikküste vorgelagert sind. Die wichtigsten Flüsse sind die Loire, die Garonne, der Douro, der Tejo und der Guadalquivir. Das Gebiet ist durch einen hohen Seegang, Winterstürme und eine starke Amplitude der Gezeiten (Tidenhub) gekennzeichnet. Der Salzgehalt liegt zwischen 34 °/°° und 35 °/°° in den Küstenregionen des Golfs von Biskaya und zwischen 35 und 36 °/°° an der iberischen Halbinsel. Die Wassertemperatur schwankt von 10 bis 18° C in der Bretagne und von 15 bis 22° C in Andalusien.

Es entspricht der breiten Kontinentalplatte im Westen Frankreichs im atlantischen Ozean und der schmaleren Platte der iberischen Halbinsel. Dieses Gebiet umfasst auch die Tiefsee-Ebenen am Fuß des Kontinentalabhangs, die in Spanien und Portugal eine Breite von 4 800 m erreichen. Vor diesen Küsten liegen wenige Inseln, die alle der französischen Atlantikküste vorgelagert sind. Die wichtigsten Flüsse sind die Loire, die Garonne, der Douro, der Tejo und der Guadalquivir. Das Gebiet ist durch einen hohen Seegang, Winterstürme und eine starke Amplitude der Gezeiten (Tidenhub) gekennzeichnet. Der Salzgehalt liegt zwischen 34 °/°° und 35 °/°° in den Küstenregionen des Golfs von Biskaya und zwischen 35 und 36 °/°° an der iberischen Halbinsel. Die Wassertemperatur schwankt von 10 bis 18° C in der Bretagne und von 15 bis 22° C in Andalusien.

Geschichte

Diese Meeresregion wurde bereits zu Zeiten der Phönizier, Griechen, Karthager, Römer und Araber als Handelsstraße benutzt und erobert sich später ihren festen Platz in der Seegeschichte des 15. Jahrhunderts. Seefahrer aus Genua, Portugal und Spanien erforschten die Küsten Afrikas, nahmen Madeira, die Azoren und Kanarischen Inseln in Besitz, um sich dann zur Entdeckung der Seewege im Indischen Ozean und nach Amerika aufzumachen. Im Zuge der Ressourcenausbeutung in diesen Ländern konnten sich Lissabon, Sevilla und Cadiz damals zu wichtigen Handels- und Finanzplätzen in Europa entwickeln.

Es ist das Zeitalter des Beginns des Dreieckshandels, des Kaufs afrikanischer Sklaven und der Entdeckung der großen Fischbänke vor Neufundland und des Kabeljaufangs durch baskische und bretonische Fischer. Im 17. Jahrhundert verlieren die iberischen Zentren ihr Monopol im atlantischen Handel. Die französischen Häfen Bayonne, Bordeaux, La Rochelle und vor allem Nantes beginnen mit dem Dreieckshandel – die englischen und holländischen Häfen in ihrem Fahrwasser. Diese Rivalitäten sind die Ursache zahlreicher Konflikte, Seeschlachten und Wettrüsten zwischen diesen Mächten.


Mit dem Ende des atlantischen Handels im 19. Jahrhundert entwickelt sich die Fischerei zur wichtigsten Seetätigkeit in der Region. Die Befischung der neufundländischen Bestände ist zu einer wichtigen Saisontätigkeit geworden. Die Entdeckung der Appertisation (Haltbarmachung) (1810) führt zur Entstehung industrieller Entwicklungszentren und zu einem Anstieg der Konserven- (und Fisch-)fabriken für Thunfisch und Sardinen. Obwohl im 20. Jahrhundert die Fischer in die Gefilde tropischer Bestände abwandern, bleiben die Süd-Bretagne und Galicien die Zentren für Thunfisch. Die Häfen an der Küste verlieren indes ihre handelspolitische und strategische Bedeutung. Brest und Saint-Nazaire werden im Zweiten Weltkrieg zu Flottenstützpunkten der deutschen Marineabwehr und sind großen Bombardierungen durch die Alliierten ausgesetzt.

Es ist das Zeitalter des Beginns des Dreieckshandels, des Kaufs afrikanischer Sklaven und der Entdeckung der großen Fischbänke vor Neufundland und des Kabeljaufangs durch baskische und bretonische Fischer. Im 17. Jahrhundert verlieren die iberischen Zentren ihr Monopol im atlantischen Handel. Die französischen Häfen Bayonne, Bordeaux, La Rochelle und vor allem Nantes beginnen mit dem Dreieckshandel – die englischen und holländischen Häfen in ihrem Fahrwasser. Diese Rivalitäten sind die Ursache zahlreicher Konflikte, Seeschlachten und Wettrüsten zwischen diesen Mächten.


Mit dem Ende des atlantischen Handels im 19. Jahrhundert entwickelt sich die Fischerei zur wichtigsten Seetätigkeit in der Region. Die Befischung der neufundländischen Bestände ist zu einer wichtigen Saisontätigkeit geworden. Die Entdeckung der Appertisation (Haltbarmachung) (1810) führt zur Entstehung industrieller Entwicklungszentren und zu einem Anstieg der Konserven- (und Fisch-)fabriken für Thunfisch und Sardinen. Obwohl im 20. Jahrhundert die Fischer in die Gefilde tropischer Bestände abwandern, bleiben die Süd-Bretagne und Galicien die Zentren für Thunfisch. Die Häfen an der Küste verlieren indes ihre handelspolitische und strategische Bedeutung. Brest und Saint-Nazaire werden im Zweiten Weltkrieg zu Flottenstützpunkten der deutschen Marineabwehr und sind großen Bombardierungen durch die Alliierten ausgesetzt.

Bibliographie

J. MARCADON, Les enjeux atlantiques, Ellipse, Paris, 2001.

J.L SUAREZ DE VIVERO, Atlas de la Europa maritima: juridicciones, usos y gestion, Edicones del Serbal, Barcelona, 2007.

J.R VANNEY, Introduction à la géographie de l’océan, Institut Océanographique, Paris, Océanis , Vol 17(1991), fascicule1-2

J. MARCADON, Les enjeux atlantiques, Ellipse, Paris, 2001.

J.L SUAREZ DE VIVERO, Atlas de la Europa maritima: juridicciones, usos y gestion, Edicones del Serbal, Barcelona, 2007.

J.R VANNEY, Introduction à la géographie de l’océan, Institut Océanographique, Paris, Océanis , Vol 17(1991), fascicule1-2

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