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Regional- und Minderheitensprachen

Worum geht es?

In der EU gibt es mehr als 60 Regional- und Minderheitensprachen, die von rund 40 Millionen Menschen gesprochen werden.

Dazu zählen Sprachen, die in einem Land von einer Mehrheit, in anderen jedoch nur von einer Minderheit gesprochen werden, sowie Sprachen von Minderheitengruppen wie Jiddisch und Romani.

Fast alle Sprachgemeinschaften von Regional- und Minderheitensprachen haben Schwierigkeiten, den Erhalt und die Weiterentwicklung ihrer Sprachen sicherzustellen. Die im Norden von Finnland, in Schweden, Norwegen und auf der Halbinsel Kola (Russland) gesprochenen saamischen Sprachen beispielsweise zählen nur sehr kleine Sprachgemeinschaften von einigen wenigen Hundert und sind vom Aussterben bedroht.

Die Sprachenpolitik fällt in die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten. Dazu zählen auch die durch die Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen des Europarats abgedeckten Sprachen.

Zur Entscheidungsfindung tragen allerdings auch Bildungseinrichtungen, regionale und lokale Behörden, Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften und Medien bei.

Welche Rolle spielt die EU?

Die Europäische Kommission arbeitet mit den Regierungen der EU-Länder und Interessengruppen aller Art zusammen, vereinbart mit ihnen gemeinsame Ziele und unterstützt sie in ihren Bemühungen, insbesondere beim Austausch bewährter Verfahren.

Sie trägt auch zur Finanzierung von Projekten und Partnerschaften zur Sensibilisierung für Minderheitensprachen bei und fördert das Lehren und Lernen dieser Sprachen, damit sie langfristig überleben können. Die Kommission hat beispielsweise die Euromosaik-Studie finanziert, um sich einen Überblick über die Sprachenvielfalt in der EU zu verschaffen.

Aktuelle Maßnahmen

Finanzierte Projekte:

  • CRAMLAP (Keltische, regionale und Minderheitensprachen im Ausland) – Studie im Hinblick auf die Förderung des Keltischen und anderer Regionalsprachen im Hochschulbereich
  • NPLD (Netzwerk zur Förderung der Sprachenvielfalt) – Sprachenpolitik und Planung für Landes- und Regionalsprachen und Sprachen in Kleinstaaten in Europa

Erasmus+ bietet Möglichkeiten zur Förderung neuer strategischer Partnerschaften im Bereich des Sprachenlehrens- und -lernens von Regional- und Minderheitensprachen.