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Die Dienststelle der Europäischen Kommission zur Analyse der öffentlichen Meinung führt regelmäßig Erhebungen zum Thema „Die Europäer und ihre Sprachen“ durch. Diese vermitteln ein Bild der Sprachkenntnisse, des Fremdsprachenerwerbs und der Ansichten bezüglich Sprachen und Übersetzung in der EU. Bisher wurden drei Umfragen durchgeführt, und zwar 2001, 2006 und 2012.
Die Umfrage hat gezeigt, dass die Europäer gegenüber Mehrsprachigkeit sehr positiv eingestellt sind:
Im Frühjahr 2012 wurden nahezu 27 000 Personen verschiedener Altersgruppen und mit unterschiedlichem sozialem Hintergrund aus allen 27 EU-Ländern befragt. Die Befragung erfolgte im direkten Gespräch in der Muttersprache der Teilnehmer.
Der Bericht enthält Daten zur EU insgesamt, aber auch nach Ländern aufgeschlüsselte Daten. Es werden Vergleiche zu früheren Umfragen gezogen. Erstmals ist auch das Thema Übersetzung Gegenstand der Umfrage. In der Analyse wird dargestellt, inwiefern soziodemografische Aspekte (wie Geschlecht, Alter, Bildung, Einkommen usw.) und unterschiedliche Verhaltensmuster den Fremdsprachenerwerb der Befragten beeinflussen.
56 % der Befragten gaben an, mindestens eine Fremdsprache zu sprechen. Die Länder mit den meisten mehrsprachigen Bewohnern/-innen waren Luxemburg, wo 99 % der Befragten angaben, mindestens eine Fremdsprache zu sprechen, die Slowakei (97 %) und Lettland (95 %).
2005 gaben 28 % der Befragten an, mindestens zwei Fremdsprachen zu sprechen. Die beliebtesten ersten Fremdsprachen waren Englisch, Französisch und Deutsch, gefolgt von Spanisch und Russisch.
Im November/Dezember 2005 wurden 29 000 Personen in 29 Ländern befragt.
53 % der Befragten gaben an, neben ihrer Muttersprache mindestens eine Fremdsprache zu beherrschen, während 26 % angaben, mindestens zwei Fremdsprachen zu sprechen.
Im Dezember 2001 wurden 15 900 Personen in den damals 15 EU-Ländern befragt.