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Anwendung des Gender Mainstreaming - Belgien, 17./18. Mai 2011 RSS

Im Mai 2011 fand in Brüssel ein Seminar statt, das dem Austausch bewährter Verfahren hinsichtlich der Anwendung von Gender Mainstreaming gewidmet war. Das Gastgeberland Belgien sowie Schweden lieferten die beiden Praxisbeispiele, die im Mittelpunkt standen.

Das Seminar beleuchtete bewährte Verfahrensweisen aus Belgien und Schweden. Belgien stellte sein Gleichstellungsgesetz vor, das gewährleisten soll, dass die Politikgestaltung und -umsetzung auf Bundesebene grundsätzlich auf die Gender-Perspektive Rücksicht nimmt. Schweden erläuterte sein seit langem bestehendes Konzept für die Beachtung von Gleichstellungsbelangen, sowohl auf nationaler Politikebene als auch auf operativer Ebene in den Regionen.

Im Diskussionsverlauf wurde eine Reihe wesentlicher Punkte hervorhoben: Die Gleichstellung der Geschlechter muss durch ein breites und langfristiges politisches Engagement sowie solide, gesetzlich verankerte Rahmenbedingungen und Verpflichtungen abgesichert sein. Ferner gilt es, unter den BürgerInnen allgemein ein entsprechendes Bewusstsein zu erzeugen. Die Erzielung eines einheitlichen, gemeinsamen Verständnisses der relevanten Konzepte und Definitionen ist eine weitere wichtige Voraussetzung. Die Bedeutung von Bildung und Ausbildung in Gleichstellungsangelegenheiten sowie die Relevanz spezifischer Fachkenntnisse für den Umgang mit Gender-Instrumenten und -Werkzeugen, der Auswertung, dem Monitoring und der Evaluierung wurden ebenfalls angesprochen. Nicht zuletzt wurde die Notwendigkeit hervorgehoben, unabhängige Organe für die Beobachtung und Einschätzung von Veränderungen zu schaffen und Gleichstellungspolitik in lokale Prozesse einzuflechten.

Relevante Dokumente:

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Diskussionspapier (Nur in Englisch):

Stellungnahmen der teilnehmenden Länder (Nur in Englisch):