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Austausch bewährter Verfahren

Das Programm für den Austausch bewährter Verfahren auf dem Gebiet der Geschlechtergleichstellung soll gegenseitiges Lernen zwischen EU-Staaten sowie anderen beteiligten Staaten anregen. Die Teilnahmemöglichkeit am Programm besteht auch für EWR-Staaten, die assoziierten Bewerberländer und die Staaten des Westbalkans, die an dem Stabilisierungs- und Assoziierungsprozess beteiligt sind.

Den Schwerpunkt des Programms bilden konkrete Politikmaßnahmen und konkrete Praxisbeispiele. Es sollen sowohl Chancen als auch Stolpersteine für die Politikumsetzung aufgezeigt und die Möglichkeiten bzw. Herausforderungen hinsichtlich der Übertragbarkeit auf andere Staaten hervorgehoben werden.

Die Kommission plant jährlich drei Austauschseminare. Im Mittelpunkt stehen werden die vorrangigen Agenden der Frauen-Charta und der Strategie für die Gleichstellung von Frauen und Männern 2010-2015.

Die dem Informationsaustausch gewidmeten Seminare werden jeweils in einem anderen Mitgliedstaat bzw. Teilnehmerland abgehalten und sollen einen Anstoß für Debatten und den Erfahrungsaustausch zwischen RegierungsvertreterInnen, unabhängigen ExpertInnen und anderen beteiligten Interessengruppen liefern.

Eine erste Seminarreihe für den Austausch bewährter Verfahren fand 2008 und 2009 statt. Zentrale Aspekte waren Kinderbetreuungpdf(865 kB) Übersetzung für diesen Link wählen , Elternschaftsurlaub, Geschlechterrollen und Gewalt gegen Frauen.

  • Dieses Seminar fand im Oktober 2015 in Paris statt und befasste sich mit bewährten Verfahren zur Unterstützung allein erziehender Eltern. Frankreich stellte eine breite Palette an Maßnahmen vor, darunter universelle und zielgerichtete Beihilfen, Unterstützung beim Zugang zur Beschäftigung sowie flexible Kinderbetreuungsangebote und Familienförderung. Deutschland präsentierte neben Programmen zur Begleitung Alleinerziehender beim Arbeitsmarktzugang und zur Vernetzung mit Unternehmen auch Maßnahmen für eine bessere Abstimmung und Partnerschaft zwischen lokalen Instanzen. Die Dokumente zu diesem Austausch stehen hier zur Verfügung.
  • Am 29.-30. September 2015 fand in Dänemark ein Seminar zur Geschlechtersegregation auf dem Arbeitsmarkt und in der Bildung statt. Dänemark stellte Pilotprojekte vor, um mehr männliche Pädagogen für den Bereich der frühkindlichen Betreuung, Bildung und Erziehung zu gewinnen. Als assoziierte Länder waren Nordirland und die Niederlande beteiligt; sie präsentierten ihre Initiativen zur Förderung von Frauen und Mädchen in MINT-Berufen. Die Dokumente zu diesem Austausch stehen hier zur Verfügung.
  • Im Oktober 2014 fand in Finnland ein Seminar zur Rolle der Männer in der Geschlechtergleichstellung statt. Island und Österreich beteiligten sich als assoziierte Länder und stellten ihre jeweiligen Strategien zur Förderung des Vaterschafts- bzw. Elternurlaubs vor. Die Dokumente zu diesem Austausch stehen hier zur Verfügung.
  • Im September 2014 fand im Vereinigten Königreich ein Seminar über Maßnahmen zur Förderung weiblichen Unternehmertums statt. Das Vereinigte Königreich und Deutschland stellten ihre jeweiligen Vorgehensweisen zugunsten des Unternehmertums von Frauen vor. Die Dokumente zu diesem Austausch stehen hier zur Verfügung.
  • Am 3.-4. Juni 2014 fand in Österreich ein Seminar zur geschlechtsspezifischen Folgenabschätzung statt. Österreich stellte sein Herangehen an die gleichstellungsorientierte Haushaltsplanung und geschlechtsspezifische Folgenabschätzungen bei Regelungsvorhaben vor. Finnland präsentierte seine Werkzeuge für geschlechtsbezogene Wirkungsanalysen in Gesetzesentwürfen. Die Dokumente zu diesem Austausch stehen hier zur Verfügung.
  • Anfang November 2013 fand in Frankreich ein Seminar zur Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben statt. Das Gastgeberland stellte eine Reihe bewährter Verfahren auf dem Gebiet der Kinderbetreuung vor: Eine Webseite zu Kinderbetreuungseinrichtungen, das französische System der Tagesmütter und Tagesväter und ein Scheckmodell für die Beanspruchung von personenbezogenen Dienstleistungen und Haushaltshilfe. Die Dokumente zu diesem Austausch stehen hier zur Verfügung.
  • Im Juni 2013 fand in Estland ein Seminar zu „Equal Pay Days“ (Aktionstagen für Entgeltgleichheit) statt. Drei verschiedene Organisationsvarianten wurden behandelt: Während der Aktionstag in Estland von einer NRO abgewickelt wird, sind in Belgien Gewerkschaften und in Spanien wiederum der Staat federführend. Die Dokumente zu diesem Austausch stehen hier zur Verfügung.
  • Im April 2013 wurde in Spanien ein Seminar über Maßnahmen zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen veranstaltet. Spanien und Irland stellten ihre jeweiligen Instrumente der Opferhilfe vor, u. a. den Einsatz von IKT sowie Behandlungsprogramme für Täter. Die Dokumente zu diesem Austausch stehen hier zur Verfügung.
  • Im Oktober 2012 fand in Portugal ein Seminar zum Thema Gender-Training im Bildungsbereich statt. Dabei wurden mehrere Verfahrensweisen vorgestellt: Die „Bildungsleitfäden Gender und StaatsbürgerInnenschaft“ (Portugal), ein Online-Kurs „Koedukation: Zwei Geschlechter in einer Welt“ (Spanien) sowie zwei Beispiele aus Dänemark mit Schwerpunkt auf Kindern und Jugendlichen. Die Dokumente zu diesem Austausch stehen hier zur Verfügung.
  • Im Mai 2012 fand in Norwegen ein Seminar statt, das Konzepte beleuchtete, um die Zahl von Frauen in wirtschaftlichen Entscheidungspositionen zu erhöhen. Norwegen stellte seine verpflichtenden Gleichstellungsquoten für Leitungs- und Kontrollgremien in Betrieben vor. Das Vereinigte Königreich und Dänemark präsentierten ebenfalls ihre jeweiligen Vorgangsweisen, wobei freiwillige unternehmerische Mechanismen den Schwerpunkt bildeten. Die Dokumente zu diesem Austausch stehen hier zur Verfügung.
  • Im Februar 2012 wurde im Vereinigten Königreich ein Seminar über Sensibilisierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit Gewalt gegen Frauen und Mädchen abgehalten. Neben dem Gastgeberland stellte auch Griechenland seine einschlägigen Tätigkeiten vor. Die Dokumente zu diesem Austausch stehen hier zur Verfügung.
  • Im Dezember 2011 fand in Deutschland ein Seminar statt, das Möglichkeiten zur Beseitigung des geschlechtsspezifischen Lohngefälles erörterte. Dabei präsentierte Deutschland das Projekt Logib-D, Österreich skizzierte das Modell der betrieblichen Einkommensberichte. Die Dokumente zum Seminar stehen hier zur Verfügung.
  • Im Oktober 2011 fand in den Niederlanden ein Seminar über flexible Arbeitszeitregelungen statt. Als bewährtes Praxisbeispiel wurde das Programm „Neue Arbeitsformen“ (Nieuwe Werken) erörtert, das die Verbreitung flexibler Arbeitsmuster begünstigen soll, mit dem Ziel, längere Arbeitszeiten – insbesondere für Frauen – zu ermöglichen und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben herbeizuführen. Die Dokumente zu diesem Austausch stehen hier zur Verfügung.
  • Im Mai 2011 fand in Brüssel ein Seminar statt, das dem Austausch bewährter Verfahren hinsichtlich der Anwendung von Gender Mainstreaming gewidmet war. Das Gastgeberland Belgien sowie Schweden lieferten die beiden Praxisbeispiele, die im Mittelpunkt standen. Die Dokumente des Seminars sind hier verfügbar.

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