Navigationsleiste

  • 
    Text verkleinern
  • 
    Text vergrößern
Leitseite

Geschlechtsunabhängige Arbeitsbewertung

Zypern

In Zypern beschloss die Regierung die Einführung von Tätigkeitsauswertungen sowohl im öffentlichen als auch im privatwirtschaftlichen Sektor zur Bekämpfung von Lohnungerechtigkeiten.

Portugal

Im portugiesischen Hotellerie- und Gastronomiesektor wurde im Rahmen des Projekts zur „Neubewertung von Arbeit zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter“ eine Methode zur geschlechtsunabhängigen Arbeitsbewertung entwickelt. An der Ausarbeitung der Methodik beteiligten sich Vertreter von Arbeitnehmern und Arbeitgebern, staatliche und öffentliche Einrichtungen und Wissenschaftler unter der Leitung des Allgemeinen Verbands portugiesischer Arbeitnehmer (Confederação Geral dos Trabalhadores Portugueses – Intersindical, CGTP-IN) Dank dieser Bemühungen ist es nun möglich, in Arbeitsbereichen, die traditionell eher von Männern oder Frauen besetzt sind, eine Bewertung und einen Vergleich anzustellen um zu ermitteln, ob das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen auf eine unfaire Bewertung der Arbeit von Frauen und Diskriminierung zurückzuführen ist. Zur Umsetzung einer geschlechtsunabhängigen Arbeitsbewertung wurde auch ein Leitfadenpdf erstellt.  

Litauen

2005 unterzeichneten nationale Arbeitgebereinrichtungen und Gewerkschaften eine Vereinbarung über eine „Methodik zur Bewertung von Arbeitsplätzen und Positionen“ in Unternehmen und Organisationen. Hier kommt eine Arbeitsbewertung zum Tragen, die auf acht Faktoren beruht: Bildung/Ausbildung, Berufserfahrung, Hierarchie- und Managementebenen, Umfang der Entscheidungsbefugnisse und Handlungsfreiheiten, Autonomie und Kreativität bei der Arbeit, Verantwortung, Komplexität der Arbeit und Arbeitsbedingungen. Die Vereinbarung wurde so gestaltet, dass sie Modellcharakter hat und in Tarifverträgen unternehmensweit eingesetzt werden kann.

Finnland

Das finnische Gleichstellungsgesetzpdf verlangt von Arbeitgebern, einen Plan zur Gleichstellung der Geschlechter zu erarbeiten, der Vorschläge zur Reduzierung der Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern enthalten muss. Zur Förderung der Lohngleichheit wurde im öffentlichen Sektor 2006 ein neues Vergütungssystem eingeführt, dem eine geschlechtsunabhängige Arbeitsbewertung zugrunde liegt. Dabei werden aufgabenspezifische Bestandteile des Arbeitsentgelts ebenso berücksichtigt wie persönliche Merkmale, also etwa die Leistung. Die Ziele der Arbeitsbewertung werden in Tarifverträgen festgesetzt. Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern von Arbeitgebern und Gewerkschaften in Finnland hat darüber hinaus ein Rahmenwerk zur geschlechtsunabhängigen Arbeitsbewertung entwickelt.

Vereinigtes Königreich

Unternehmen im Vereinigten Königreich werden angehalten, eine geschlechtsunabhängige Arbeitsbewertung zu entwickeln. So wird sichergestellt, dass die Vergütungssysteme geschlechtsneutral sind. Die Rechtsvorschriften zur Lohngleichheit verlangen zwar nicht vom Arbeitgeber, eine geschlechtsunabhängige Arbeitsbewertung einzuführen – trotzdem wird diese häufig als Werkzeug genutzt, um das Entgelt für unterschiedliche Arbeitsplätze zu vergleichen und eine gleichwertige Vergütung für gleichwertige Arbeit zu bestimmen. So wurde im öffentlichen Dienst beispielsweise ein System zur besseren Beurteilung und Einstufung von Arbeitsplätzen (Job Evaluation and Grading Support, kurz JEGS) eingeführt. Dieses System bietet eine geschlechtsunabhängige analytische Methodik zur Beurteilung der Arbeitsplätze aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ähnliche Systeme wurden auch für Arbeitnehmer in Kommunalverwaltungen sowie im Bildungs- und Gesundheitssektor entwickelt.  

Die Kommission für Gleichstellung und Menschenrechte im Vereinigten Königreich hat außerdem einen Arbeitgeberleitfaden zur Umsetzung einer geschlechtsunabhängigen Arbeitsbewertung entwickelt. Die Förderung solcher Arbeitsbewertungen findet im Rahmen der Prüfverfahren zur Lohngleichheit statt, die speziell für Unternehmen mit mehr als 50 Angestellten entworfen wurden. Mit ihnen kann ermittelt werden, ob es im Unternehmen ein geschlechtsspezifisches Lohngefälle gibt.

Schweden

In Schweden wurde eine geschlechtsunabhängige Arbeitsbewertung oft im Rahmen von Tarifverträgen berücksichtigt. Dabei kamen die vier Kriterien Wissen und Erfahrung, persönlicher Einsatz, Verantwortung und Arbeitsbedingungen zum Tragen. Weitere Faktoren, die berücksichtigt werden können, sind etwa der physische und psychische Stress, die Kompetenz und der Grad der Unabhängigkeit sowie die Planungs- und Entscheidungsbefugnis. Durch das Gesetz zur Chancengleichheit besteht jedoch auch die Möglichkeit unabhängiger Bewertungen durch Experten oder den Ombudsmann für Chancengleichheit. Mit Umfragen zur Lohngleichheitpdf am Arbeitsplatz wird das Lohngefälle zwischen den Geschlechtern ermittelt – mit dem Ziel, geschlechtsspezifische Ungleichheiten bei der Vergütung zu korrigieren. Weitere Informationen finden Sie in der Strategie zur Gleichstellung der Geschlechterpdf.

Belgien

In Belgien hat das Institut für die Gleichstellung von Frauen und Männern einen Leitfaden zur Geschlechterneutralität bei der Arbeitsbewertung und -einstufungpdf entwickelt. Diese Maßnahme ist Teil der Bemühungen zur Verringerung der geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede.

Links


Hier finden Sie alle Dokumente zum geschlechtsspezifischen Lohngefälle Übersetzung für diesen Link wählen .