Ausgewogene Mitwirkung von Frauen und Männern in Positionen mit Entscheidungskompetenzen

Nach wie vor entfallen in der EU in allen Bereichen deutlich mehr Führungspositionen auf Männer denn auf Frauen. Dass weniger Frauen in Stellen mit Führungs‑ und Entscheidungskompetenzen zu finden sind, hat vielschichtige und komplexe Ursachen.
Insbesondere in Spitzenpositionen in Politik und Wirtschaft sowie in anderen Bereichen sind Männer gegenüber Frauen nach wie vor deutlich in der Überzahl . In nationalen Parlamenten sind weniger als 25 % der Abgeordneten Frauen (große Unterschiede in der EU). Im Europäischen Parlament sind drei von zehn Abgeordneten Frauen (2009-2014).
In der Wirtschaft sieht die Bilanz noch schlechter aus, da in den größten europäischen börsennotierten Unternehmen im Durchschnitt nur jedes zehnte Verwaltungsratsmitglied weiblich ist. In den Vorständen beträgt der Anteil gerade einmal 3 %.
Was die EU unternimmt
Obschon es hauptsächlich den einzelnen EU‑Staaten obliegt, für eine ausgewogene Vertretung von Frauen und Männern in Führungspositionen zu sorgen, ist sich die Europäische Kommission bereits seit langem der Notwendigkeit bewusst, in diesem Bereich eine Ausgewogenheit zu fördern. Hierzu setzt sie verschiedene Mittel ein.
Mit der Charta der Frauen





















, die von der Europäischen Kommission im März 2010 verabschiedet wurde, sowie der EU‑Strategie für die Gleichstellung von Frauen und Männern (2010-2015)
wurde das Engagement der Europäischen Kommission unterstrichen, den prozentualen Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen.
Die ausgewogene Vertretung von Frauen und Männern in Führungspositionen in der Wirtschaft
In einem Arbeitspapier der Kommission mit dem Titel Das Geschlechtergleichgewicht in Führungspositionen
wird die mangelnde Präsenz von Frauen in Führungspositionen in der Wirtschaft erörtert.
Am 1. März 2011 forderte Vizepräsidentin Reding börsennotierte Unternehmen auf, das Dokument Women on the Board Pledge for Europe
zu unterzeichnen und sich freiwillig zu verpflichten, mehr Frauen in die Führungsetagen zu bringen. Danach soll die Frauenquote für leitende Stellungen in börsennotierten Unternehmen bis 2015 30 % und bis 2020 40 % betragen.
Am 5. März 2012 stellte Vizepräsidentin Reding einen Fortschrittsbericht
(385 KB)
über die Beteiligung von Frauen bei der Entscheidungsfindung in Europas Unternehmen vor. Ferner eröffnete die Kommission eine öffentliche Konsultation
(67 KB)
, die zur Beurteilung der Auswirkungen möglicher, der Verbesserung der Situation dienender Maßnahmen der EU beitragen werden.
Datenbank zu Frauen und Männern in Entscheidungspositionen
Die Europäische Kommission dokumentiert und überwacht die erreichten Fortschritte, insbesondere durch Erfassung und Verbreitung vergleichbarer Daten auf EU‑Ebene. Dies erfolgt mithilfe der Datenbank zu Frauen und Männern in Führungspositionen
und einer regelmäßigen Berichterstattung
.
Netzwerk von Frauen in Führungspositionen in der Politik und Wirtschaft
Das Netzwerk der Europäischen Kommission von Frauen in Führungspositionen in der Politik und Wirtschaft bietet ein Diskussionsforum auf EU‑Ebene, in dessen Rahmen wirksame Strategien und vorbildliche Praktiken erörtert werden können, um die Ausgewogenheit der Geschlechter in Positionen mit Entscheidungskompetenzen zu erhöhen. Bei seinen Zusammenkünften beschäftigte sich das Netzwerk mit folgenden Themen:
- Bedeutung von Mentoring, Vernetzung und Vorbildern zur Förderung des Führungspotenzials von Frauen;
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Frauenquoten als Instrument
(299 KB)
zur ausgewogenen Verteilung der Geschlechter in Politik und Führungsetagen von Unternehmen; -
die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der Vergütung
(2 MB)
von Führungspositionen.
Dem Netzwerk gehören die Vorsitzenden europäischer Netzwerke an, die sich für die Förderung der Geschlechtergleichstellung in Führungspositionen stark machen.
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Liste der Mitglieder des Europäischen Netzwerks von Frauen in Führungspositionen in der Politik und Wirtschaft
(10 KB)
Nachfolgend ein Link zu allen Dokumenten in Bezug auf die ausgewogene Vertretung von Frauen und Männern in Führungspositionen
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