Die EU und die Roma

Seit mehr als 1000 Jahren sind die Roma (darunter Fahrende, Zigeuner, Manouches, Ashkali, Sinti usw.) vollwertiger Bestandteil der europäischen Zivilisation. Derzeit stellen sie mit einer geschätzten Bevölkerungsanzahl von 10-12 Millionen Personen (von denen ca. 6 Millionen in der EU leben) die größte ethnische Minderheit Europas dar. Die meisten Roma sind EU‑Bürger.
Laut der Richtlinie zur Gleichbehandlung ohne Unterschied der Rasse





















sind Diskriminierungen aufgrund der Rasse oder der ethnischen Herkunft verboten. Inzwischen haben alle EU‑Staaten diese Richtlinie in ihre nationalen Rechtsvorschriften umgesetzt. Und doch sind viele Roma nach wie vor Vorurteilen und einer tief verwurzelten sozialen Ausgrenzung ausgesetzt.
Wer sind die Roma?
Für diese Website und entsprechend den Gepflogenheiten bei EU‑Strategiepapieren und Diskussionen wird der Ausdruck "Roma" im Zusammenhang mit einer Vielfalt von Personengruppen verwendet, die sich als Roma, Zigeuner, Fahrende, Manouches, Ashkali, Sinti sowie durch andere Titel bezeichnen. Die Verwendung des Ausdrucks Roma geschieht somit keinesfalls in der Absicht, die große Vielfalt der verschiedenen Romagruppen und dazugehörigen Gemeinschaften zu leugnen oder etwa Stereotypen zu fördern.
Es gibt ca. 10-12 Millionen Roma in Europa
(6 Millionen davon in der EU). Viele sind in ihrem Alltag mit Vorurteilen, Intoleranz, Diskriminierung und sozialer Ausgrenzung konfrontiert. Entsprechend leben sie am Rande der Gesellschaft in äußerst schlechten wirtschaftlichen Verhältnissen.
Gemeinsame Verantwortung
Den EU‑Organen und ‑Ländern obliegt die gemeinsame Verantwortung, die soziale Eingliederung und Integration der Roma zu verbessern und hierzu alle Instrumente und Politiken einzusetzen, die in ihren Zuständigkeitsbereich fallen.
In der Vergangenheit hat die EU wiederholt auf die Notwendigkeit einer besseren Integration der Roma hingewiesen, zuletzt im April 2010 in einer Mitteilung über die wirtschaftliche und soziale Integration der Roma in Europa





















.
Dessen ungeachtet existieren noch immer keine effizienten und zielgerichteten Maßnahmen, um den Problemen, denen ein Großteil der Roma-Bevölkerungsgruppe in der EU ausgesetzt ist, entgegenzuwirken. Um schneller Fortschritte zu erzielen und sicherzustellen, dass nationale, regionale und lokale Integrationspolitiken auch die Roma in unmissverständlicher und besonderer Weise miteinbeziehen, verabschiedete die Kommission am 5. April 2011 die Mitteilung über einen EU‑Rahmen für nationale Strategien zur Integration der Roma bis 2020





















.
Die Mitgliedsländer entwarfen daraufhin nationale Strategien
für die Eingliederung der Roma. Die Europäische Kommission bewertete die Strategien und veröffentlichte ihre Beschlüsse
in der am 21. Mai 2012 angenommenen Mitteilung über Nationale Strategien zur Integration der Roma: erster Schritt zur Umsetzung des EU-Rahmens





















.
Nachfolgend ein Link zu allen Dokumenten in Bezug auf Roma
.



