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Gleichbehandlung am Arbeitsplatz

Der Rat der Europäischen Union hat in 2000 eine Richtlinie angenommen, die unter anderem Diskriminierung im Beruf und am Arbeitsplatz auf Grund der sexuellen Ausrichtung verbietet.

Sie sind am Arbeitsplatz geschützt

Bei der Arbeitssuche, als Teilzeit oder Vollzeitbeschäftigte(r) und unabhängig von Ihrer sexuellen Ausrichtung  sind Sie gesetzlich geschützt. Dies bedeutet:

  • Sie erhalten Rechtsbeistand, sollten Sie z.B. bei Bewerbungen wegen Ihrer sexuellen Ausrichtung nicht fair behandelt werden
  • Sie bekommen Rechtsbeistand, wenn Ihre Kollegen Sie z.B. wegen Ihrer sexuellen Ausrichtung schlecht behandeln, indem sie Witze auf Ihre Kosten machen oder Sie mit Ausdrücken betiteln
  • Sie kriegen Rechtsbeistand, sollte Ihr Chef Ihnen eine Beförderung oder Ausbildung auf Grund Ihrer sexuellen Ausrichtung verweigern.

Im Juli 2008 hat die Europäische Kommission eine Richtlinie zum Gleichbehandlungsprinzip vorgeschlagen für Menschen unterschiedlicher sexueller Ausrichtung (einer der genannten Diskriminierungsgründe), damit Diskriminierung bei Sozialschutz, Bildung und Zugang zu Waren und Dienstleistungen beseitigt wird. Dieser Vorschlag wird noch von den EU Mitgliedsländern im Rat der Europäischen Union diskutiert.

Familienangelegenheiten

Immer mehr Familien in Europa setzen sich aus Bürgern verschiedener EU-Länder oder aus EU-Bürgern und Bürger  von außerhalb der EU zusammen. Derzeit gibt es etwa 16 Millionen internationale Partnerschaften in der EU, und dazu gehört eine Anzahl von gleichgeschlechtlichen Paaren.

Informieren Sie sich über Familienrecht Übersetzung für diesen Link wählen .

  • Wirkung auf Eigentumsverhältnisse durch Heirat und eingetragene Partnerschaften

Die Kommission hat hierzu zwei Verordnungen vorgestellt:

Freizügigkeit von Personen in der EU (das Recht sich innerhalb der EU frei zu bewegen und aufzuhalten) wird von den EU Bürgern hoch eingeschätzt.  Wenn sich EU Bürger in einem anderen Mitgliedsland niederlassen oder Geschäfte betreiben möchten, ist es nicht einfach, die erforderlichen Dokumente für die öffentlichen Behörden zu beschaffen. Zudem ist die länderübergreifende Anerkennung von Personenstandsurkunden eine wichtige Voraussetzung für das Recht auf Freizügigkeit.

Die Kommission hat mehrere Maßnahmen Übersetzung für diesen Link wählen  eingeleitet, damit Dokumente zum Zivilstand in den Mitgliedsländern allgemein anerkannt werden.

Freizügigkeit und Aufenthalt

Das Recht auf Freizügigkeit und Aufenthalt für Unionsbürger und ihre Familienmitglieder ist ein Eckpfeiler der EU, ein persönliches Grundrecht durch Artikel 21 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Unionpdf gesichert und in einer Kommissionsrichtlinie von 2004 dargelegt.

Richtlinie für die Rechte von Opfern

Eine von der Europäischen Kommission vorgeschlagene und vom Europäischen Parlament am 25. Oktober 2012 gebilligte Richtlinie befasst sich mit Mindeststandards für die Rechte, die Unterstützung und den Schutz von Opfern von Straftaten. Die Richtlinie soll Betroffenen Beistand und Schutz bei Straftaten im Zusammenhang mit unter anderem der sexuellen Ausrichtung, der Geschlechtsidentität oder dem Geschlechtsausdruck leisten und ihnen Verfahrensrechte gewähren, um an Strafverfahren teilnehmen zu können. Die besonderen individuellen Schutzbedürfnisse, persönliche Merkmale des Opfers sowie Art und Umstände der Straftat sind zu berücksichtigen. Dazu gehört die Beurteilung, ob es sich um ein Vergehen mit diskriminierender Absicht wegen bestimmter persönlicher Merkmale des Opfers handelt.