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Netzwerke von Fachleuten

Im Bereich Antidiskriminierung gibt es vier europäische Netzwerke.

Hochrangige Gruppe für Nichtdiskriminierung, Gleichstellung und Vielfalt

In 2015 begründete die Europäische Kommission eine Hochrangige Gruppe für Nichtdiskriminierung, Gleichstellung und Vielfalt, welche die Regierungsexpertengruppepdf(207 kB) Übersetzung für diesen Link wählen  ersetzte, deren Mandat 2013 abgelaufen war.

Die Hochrangige Gruppe wird im Rahmen ihres Mandatspdf(37 kB) Übersetzung für diesen Link wählen :

  • die Entwicklung und Umsetzung von Strategien und Programme auf EU- und nationaler Ebene zur Bekämpfung von Diskriminierung, Förderung der Gleichstellung und Vielfalt begleiten;
  • die Zusammenarbeit und Koordinierung zwischen den zuständigen Behörden der EU Länder und der Kommission über Fragen zur Erreichung der Vielfalt und der vollständigen Gleichstellung sowie der Beseitigung von Diskriminierungen vertiefen; insbesondere durch den Austausch von Erfahrungen und bewährten Verfahren zu von der Gruppe festgelegten verwandten Themen von gemeinsamem Interesse, und gegebenenfalls durch die Bestimmung der gemeinsamen politischen Ziele;
  • die Kohärenz des Aufwands für Gleichstellung und gegen Diskriminierung zwischen den Mitgliedern der Gruppe, der Präsidentschaft, dem Rat, dem Europäischen Parlament, der Europäischen Kommission und der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte vertiefen;
  • jegliches von der Kommission und der Gruppe für relevant befundene aufkommende Thema behandeln.

Sitzungen der Hochrangigen Gruppe

Netzwerk aus sozioökonomischen Experten

Dieses Netzwerk befasst sich mit den häufigsten Formen der Diskriminierung (Alter, Behinderung, ethnische Herkunft, sexuelle Orientierung, Religion oder Weltanschauung) und:

  • bietet der Kommission fundierte Analysen der Situation in den einzelnen Ländern und einen Überblick über deren politische Maßnahmen;
  • unterstützt den Austausch empfehlenswerter Verfahren zwischen den Mitgliedern der Regierungsexpertengruppe.

Veröffentlichungen und Berichte

Die Seminare zum Austausch bewährter Verfahren, die von dem Netzwerk gemeinsam mit der Europäischen Kommission organisiert werden, waren das wichtigste Instrument der Regierungsexpertengruppe für die Durchführung ihrer Aufgaben. In Zukunft wird die Hochrangige Gruppe für Nichtdiskriminierung, Gleichstellung und Vielfalt sie fortführen. Zwei Mal pro Jahr beteiligen sich Regierungsbeamte und Experten aus zehn bis fünfzehn Ländern an diesen Seminaren, um sich über eine bestimmte politische Maßnahme des Gastlands zu informieren und zu erörtern, ob diese sich auf andere übertragen lässt.

Verfügbare Berichte:

  • Öffentliche politische Maßnahmen gegen Diskriminierung von LSBT Menschen - Seminar in Brüssel - Bericht 2013pdf(173 kB) Übersetzung für diesen Link wählen ;
  • öffentliche politische Maßnahmen gegen Diskriminierung aufgrund von Religion und Weltanschauung - Seminar in Brüssel - Bericht 2012pdf(142 kB) Übersetzung für diesen Link wählen ;
  • öffentliche politische Maßnahmen gegen Diskriminierung zur Unterstützung von Vielfalt im Bereich Bildung - Seminar unter norwegischer Leitung - Bericht 2012pdf(172 kB) Übersetzung für diesen Link wählen ;
  • öffentliche politische Maßnahmen gegen Diskriminierung aufgrund von sexueller Ausrichtung und Geschlechteridentität und zur Überwindung von Hindernissen, Seminar in Tallin - Bericht 2011pdf(99 kB) Übersetzung für diesen Link wählen ;
  • öffentliche politische Maßnahmen gegen Diskriminierung aufgrund von Alter beim Zugang zur Beschäftigung und bei der beruflichen Laufbahn, Seminar in Wien - Bericht 2011pdf(142 kB) Übersetzung für diesen Link wählen ;
  • öffentliche politische Maßnahmen gegen Diskriminierung aufgrund ethnischer Herkunft beim Zugang zur Beschäftigung und bei der beruflichen Laufbahn, Seminar in Berlin - Bericht 2010pdf(160 kB) Übersetzung für diesen Link wählen ;
  • öffentliche politische Maßnahmen gegen die Diskriminierung und zur Förderung der Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transsexuellen (LSBT)English, Seminar in Den Haag - Bericht 2010pdf(148 kB) Übersetzung für diesen Link wählen ;
  • Einbeziehung der Antidiskriminierung in alle Bereiche, Seminar in Helsinki - Bericht 2009pdf(156 kB) Übersetzung für diesen Link wählen .  

Weitere Veröffentlichungen des Netzes von sozioökonomischen Experten:

Europäisches Netzwerk von Rechtsexpertinnen und Rechtsexperten auf den Gebieten Gleichstellung von Frauen und Männern sowie Nichtdiskriminierung

Im Jahr 2015 wurde das  Netzwerk für Nichtdiskriminierung mit dem Netzwerk für die Gleichstellung von Frauen und Männern zusammengelegt.

Das neue Netzwerk von Rechtsexpertinnen und Rechtsexperten auf den Gebieten Gleichstellung von Frauen und Männern sowie Nichtdiskriminierung informiert die Europäische Kommission darüber, wie sich die Rechtslage auf beiden Gebieten in den EU-Ländern entwickelt und welche Auswirkungen diese Veränderungen haben.
Die Mitglieder des Netzwerks – Experten auf den Gebieten Geschlechtergleichstellung und Nichtdiskriminierung – stammen aus 35 Ländern (EU-Mitgliedstaaten, Türkei, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Montenegro, Serbien, Island, Liechtenstein und Norwegen). Das Netzwerk steht unter Leitung eines Exekutivausschusses. 

Zu den Aufgaben des Netzwerks zählen Beratung, Analyse und Bereitstellung von Informationen im Hinblick auf:

  • Umsetzung der Richtlinien zur Gleichstellung von Frauen und Männern sowie Nichtdiskriminierung auf nationaler (und gegebenenfalls föderaler und/oder subnationaler) Ebene sowie Überwachung der Einhaltung dieser Richtlinien;
  • Anwendung nationaler Rechtsvorschriften zur Umsetzung der Richtlinien;
  • nationale Initiativen für Rechtsvorschriften zur Gleichstellung von Frauen und Männern und Nichtdiskriminierung sowie entsprechende politische Entwicklungen (wie die Diskussion über Vorschläge zur Einführung neuer oder zur Änderung bestehender Rechtsvorschriften);
  • Auswirkungen der Urteile nationaler Gerichte;
  • Auswirkungen der Urteile des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) und gegebenenfalls des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EuGHM) auf das einzelstaatliche Recht und politische Entwicklungen auf EU-Ebene.

Veröffentlichungen und Berichte

  • Überprüfung der Gesetzgebung auf dem Gebiet der Gleichstellung von Frauen und Männern – erscheint zweimal jährlich, zeigt die wichtigsten rechtlichen Entwicklungen auf nationaler und europäischer Ebene
  • thematische Berichte - mit je einem Schwerpunktbereich;
  • LänderberichteEnglish- Beschreibung der Umsetzung der zwei EU‑Richtlinien in nationales Recht: Rechtsetzung, Vorabentscheidungen, Durchsetzungsmechanismen und Positivbeispiele.

Equinet - Netz von Gleichstellungsstellen

Equinet hat als Europäisches Netzwerk von Gleichstellungsstellen in ganz Europa den gesetzlichen Auftrag, die Gleichstellung zu fördern und Diskriminierungen zu bekämpfen.  Das Netzwerk fördert Gleichstellung in Europa, indem es nachhaltig unabhängige und effiziente nationale Gleichstellungsbehörden fördert.  Equinet möchte gleichfalls seine Mitglieder bei der Durchführung ihrer Kernaufgaben unterstützen, gemäß den bestehenden Nichtdiskriminierungsrichtlinien 2000/43/EG, 2004/113/EG, 2006/54/EG und 2010/41/EU. 

Equinet zielt auf die Stärkung der strategischen Kapazitäten der Mitglieder ab und entwickelt die Qualifikationen und Kompetenzen von ihren Experten.  Das Netzwerk unterstützt die europäische Gleichstellungsagenda mit einem fachmännischen Beitrag erstellt durch die Erfahrungen nationaler Gleichstellungsbehörden, deren Anerkennung und strategische Positionierung in Bezug auf alle Akteure auf europäischer Ebene gestärkt werden sollen. Letztendlich ist Equinet eine Wissens- und Kommunikationsplattform zur Gleichstellung.

Um diese Ziele zu erreichen:

  • organisiert Equinet regelmäßig Veranstaltungen wie Schulungen und Seminare für Mitarbeiter der Gleichstellungsbehörden und Konferenzen zu Schlüsselthemen, die für die Europäische Agenda über Gleichstellung und Nichtdiskriminierung relevant sind
  • unterstützt Equinet Forschung und Austausch von Informationen, Daten und Fachkenntnisse der Gleichstellungsbehörden durch:
  1. Arbeitsgruppen nach thematischen Bereichen und relevant für Gleichstellungsbehörden, wie z.B. Kommunikationsstrategien und Praktiken, Gleichstellungsrecht, Geschlechtergleichstellung und Politikgestaltung
  2. Veröffentlichungen wie Berichte, politische Perspektiven und Leitfäden zu bewährten Verfahren mit evidenzbasierten Beiträgen zu relevanten Themen der Arbeit von nationalen Gleichstellungsbehörden und Entwicklungen im Bereich Gleichstellung und Nichtdiskriminierung in Europa
  3. Kommunikationsmittel wie die Equinet Website, soziale Medien und monatliche Informationsblätter.

Die bedeutendste Entscheidungsstruktur innerhalb Equinets ist die Generalversammlung der Mitglieder. Die Versammlung wählt alle zwei Jahre einen Exekutivrat für die allgemeine Geschäftsführung und die strategische Leitung des Netzes.  Die operative Struktur besteht aus Arbeitsgruppen von Sachverständigen der Gleichstellungsstellen und einem Sekretariatmit Sitz in Brüssel. 

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