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Eine Charta einführen: die sieben wichtigsten Kriterien

 Kompetenz

Um eine Charta der Vielfalt einzuführen und zu fördern, muss eine Organisation bereits über fundierte Erfahrungen im Vielfältigkeits- und Integrationsmanagement verfügen. Eine solide Erfahrungsgrundlage verschafft der Charta die Glaubwürdigkeit, die sie für ihre ersten Schritte braucht.

 Einfach ist am besten!

Jede Organisation, die über entsprechende Erfahrungen im Bereich Vielfalt verfügt, z. B. eine Berufsgenossenschaft, eine Stiftung, eine Regierungsbehörde o. Ä., ist eingeladen, eine Charta der Vielfalt ins Leben zu rufen. Im Bedarfsfall können Regierungsbehörden eine Zusammenarbeit mit lokalen Beratungsunternehmen oder Organisationen eingehen, um gemeinsam Fördermaßnahmen zu entwickeln. Die wichtigsten Prinzipien für die strukturelle Konzeption einer neuen Charta sind Einfachheit und Flexibilität. Dies sorgt dafür, dass die Gemeinkosten so niedrig wie möglich und die Ausgaben kosteneffektiv bleiben.

 Partnerschaften und Kooperationen

Ein Großteil der täglichen Aktivitäten bei der Charta besteht aus Fördermaßnahmen innerhalb der Mitgliedsstaaten. Diese Maßnahmen erfordern häufig den Aufbau von Partnerschaften mit lokalen Institutionen, die bereits erfolgreich Erfahrungen im Bereich Vielfalt gesammelt haben und in ihren Gemeinden einen gefestigten Ruf besitzen. Ein Beispiel für solch eine Institution wäre eine lokale oder nationale Verwaltungsbehörde wie ein Ministerium oder eine Gleichstellungsbehörde. Diese Partner können helfen, Unterschriftenaktionen in Kleinstädten und Gemeinden zu organisieren und so Unternehmen, insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), in allen Teilen des Landes zu erreichen.

 Verwaltung

Um die Projektkosten möglichst niedrig zu halten, sollte der Organisationsapparat hinter der Charta-Förderung so klein wie möglich bleiben. Zu den Verwaltungsaufgaben zählen in der Regel: den Text der Charta verfassen, die Charta bei potenziellen Unterzeichnern bewerben, Veranstaltungen organisieren, um Stakeholder zusammenzubringen, die besten Praxisbeispiele der Chartas mit anderen Mitgliedsstaaten austauschen usw.

 Selbstfinanzierung

Für den Aufbau einer nachhaltigen Charta mit ausreichenden Förderungsmitteln müssen die Gründer eine kontinuierliche Förderungsquelle sicherstellen. In der Regel werden Chartas finanziert durch Spenden von Unterzeichnern, Teilnahmegebühren für Schulungsprogramme, Sponsorenveranstaltungen, Finanzmittel von nationalen Behörden, EU-Zuschüsse (über national kofinanzierte Projekte) usw.

 Serviceangebot für Unterzeichnete

Das Internet ist das Hauptkommunikationsmittel einer Charta. Jede Charta-Website sollte ihren Unterzeichnern Zugang zu einer elektronischen Version des Charta-Dokuments bieten und eine aktualisierte Datenbank mit Unterzeichnern, Partnern und Sponsoren bereitstellen. Darüber hinaus sollte die Website einen lebendigen Informationsaustausch unterstützen, der es den Unterzeichnern ermöglicht, untereinander die besten Praxisbeispiele auszutauschen und mit anderen Chartas in der gesamten EU Kontakt aufzunehmen. Das Maß, in welchem diese kostenlosen Dienste umgesetzt werden können, hängt von den Fähigkeiten einer Charta ab, Fördermittel zu beschaffen.

 EU-weiter Austausch

Nationale Chartas und ihre Unterzeichner können in großem Maße von einer aktiven Beteiligung auf der Austauschplattform für Vielfalt profitieren. Diese Plattform bietet Zugang zu den besten praxisbezogenen Informationen und Schulungsmaßnahmen und ermöglicht den Austausch mit anderen Unternehmen in anderen Ländern Europas. Darüber hinaus kann sie interessierten Organisationen als Mittel dienen, um mehr darüber zu erfahren, wie eine Charta erfolgreich initiiert und umgesetzt werden kann.